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Thứ Hai, 29 tháng 9, 2014

Plastikfreies Waschmittel

Drei Möglichkeiten, Wäsche plastikfrei zu waschen: Gekauftes Waschpulver von der Firma Frosch, Waschmittel aus Kastanien und Flüssigwaschmittel aus Waschsoda und Alepposeife.
Foto rechts von C.Krahe

Alltägliche Dinge sind oft eine besonders große Herausforderung, wenn es darum geht, plastikfreie Alternativen zu finden. Heute stelle ich einige Möglichkeiten für plastikfreies Waschmittel vor. Da sollte für jede und jeden eine praktikable Möglichkeit dabei sein. Egal, ob ihr lieber selber macht oder kauft. 

Waschmittel selber machen


Gerade ist wieder eine gute Zeit, um Kastanien zu sammeln. Kastanien enthalten Saponine und lassen sich recht einfach zu einem kostengünstigen und umweltfreundlichen Waschmittel verarbeiten. Wie das geht, könnt ihr hier lesen --> Wie man aus Kastanien Waschmittel macht

In den Kommentaren gibt es auch einige tolle Hinweise, zum Beispiel könnt ihr hier lesen, wie man auch aus Efeu Waschmittel selber machen kann --> Wie man aus Efeu Waschmittel macht

Eine weitere Möglichkeit, Waschmittel selber zu machen, ist die Kombination aus Waschsoda und Alepposeife. Daraus entsteht ein Flüssigwaschmittel, das man auch gut mit ätherischen Ölen beduften kann --> Wie man Flüssigwaschmittel herstellt
Das ganze kann man wohl auch als trockenes Waschpulver aufbewahren --> Wie man Waschpulver macht

Plastikfreies Waschmittel kaufen


Das Waschpulver der Firma Frosch hat keine versteckte Plastiktüte hinter der Kartonfassade. Das Pulver liegt lose im Karton, der aus Altpapier hergestellt wurde.

Matthias und ich haben lange gesucht. Zwar haben wir viel Spaß daran, unser Waschmittel selber zu machen, aber nicht immer Zeit dazu. Für Leute, die aus diversen Gründen Waschmittel nicht selber machen wollen oder können, ist plastikfreies Waschmittel aus dem Laden eine gute Alternative. 

Ich habe schon öfter gelesen, dass Ecover plastikfrreies Waschmittel anbieten soll, als wir das letzte mal dort gekauft haben, war noch eine Plastiktüte im Karton versteckt. Vielleicht hat jemand Informationen, wie es derzeit aussieht? Ecover gibt es im Bioladen oder in der Drogerie. 

Bei der Firma Frosch findet man loses Waschpulver im Karton aus Altpapier. Frosch findet man in der Drogerie oder im Supermarkt. 

Unentdeckte Alternativen


Kennt ihr noch andere Möglichkeiten, Wäsche plastikfrei zu waschen? Waschnüsse sind eine Möglichkeit, haben uns aber nicht unbedingt überzeugt, wo Kastanien doch vor der Haustür wachsen. Wie wascht ihr eure Wäsche? Für welche Alternative würdet ihr euch entscheiden?

Thứ Năm, 24 tháng 4, 2014

Wie man Deocreme selber macht

Man sieht die fertige Deocreme in einer kleinen Dose. Die Creme ist weißlich.

Deocreme selber machen ist ziemlich einfach und das ganze wirkt tatsächlich. Die Deocreme ist plastikfrei und sehr ergiebig. 

Wie man Deocreme selber macht, wie sie wirkt und warum ich sie trotzdem nicht mehr verwende, lest ihr hier. 

Wie mache ich Deocreme selber?


Das Internet wimmelt mittlerweile vor Rezepten für Deocreme. Ziemlich cool, aber auch ein bisschen unübersichtlich. Das Rezept, an dem ich mich damals orientiert habe, existiert leider nicht mehr (da sag noch mal jemand, das Internet vergesse nichts). 

Um Deocreme selber zu machen, braucht ihr nicht viele Zutaten. 

Ihr braucht Stärke, Natron und Kokosöl sowie eine saubere Schüssel und einen Löffel und eine Dose für die fertige Deocreme.

Das einfachste Rezept funktioniert mit Stärke, Natron und Kokosöl. Das sind sozusagen die Grundzutaten, die es braucht. Das ganze kann man noch mit Sheabutter, Zinkoxid, Vitaminen und natürlich Duft verfeinern, wenn man denn will. Meine Deocreme war minimalistisch. Ich mag es einfach. 

Selbstgemachte Deocreme

Dazu braucht man: 


- 2 Teile Kokosöl
- 1 Teil Stärke
- 1 Teil Natron

- eine saubere Schüssel
- einen sauberen Löffel
- eine Dose für die fertige Deocreme

Schüssel, Dose und Löffel gut mit kochendem Wasser abspülen, damit sie keimfrei sind.
Stärke und Natron werden gut vermischt.  Das Kokosöl sanft schmelzen und zu den trockenen Zutaten geben. Gut umrühren.
Das ganze in eine Dose füllen (Ich habe ein Döschen von Lush verwendet, das ich noch da hatte).  Noch mal gut umrühren und das ganze im Kühlschrank hart werden lassen. 
Fertig ist die Deocreme. Die Anwendung ist ebenso einfach wie die Herstellung. Einfach ein bisschen Deocreme zwischen auf die Finger nehmen und unter den Achseln verreiben. 

Wie wirkt selbstgemachte Deocreme?


Ich habe die Deocreme relativ lange benutzt. Sie ist sehr ergiebig und lässt sich auch gut mitnehmen. Ich hab die Deocreme beim Sport getragen, im Herbst und auch bei wärmeren Temperaturen. 

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat die Deocreme wirklich sehr gut gewirkt. 

Wichtig zu wissen ist, dass die Deocreme kein Antitranspirant ist, das heißt, man schwitzt, aber man stinkt dabei nicht. Das ist möglicherweise ein Unterschied zu den Deos, die man im Kaufhaus bekommt und erst mal ungewohnt. Man sollte aber dran denken, dass Schwitzen für den Körper eine wichtige Funktion hat. Die Poren zu verstopfen ist meistens keine wirklich gute Idee. 

Auch beim Sport und danach hat die Deocreme gewirkt. Kein unangenehmer Geruch. 

Besonders positiv finde ich, dass meine selbstgemachte Deocreme nicht riecht. Ich finde es manchmal ganz schön irre, wie viele unterschiedliche Düfte ein Mensch auf seinem Körper tragen kann. 

Also insgesamt eine tolle Sache. 

Warum ich die Deocreme trotzdem nicht mehr benutze


Obwohl die Deocreme gut gegen Gerüche wirkt, einfach zu machen und anzuwenden sowie günstig in der Herstellung ist, benutze ich sie nicht mehr. 

Warum? Nach einer Weile bekam ich Hautprobleme. Meine Haut ist sehr empfindlich und neigt zu Neurodermitis. Ich bekam Ausschlag unter dem Achseln, der wirklich unangenehm war. 

Ich vermute, das Natron war zu aggressiv. Allerdings scheine ich eine der wenigen zu sein, die damit Probleme haben, die meisten Berichte aus dem Netz sind sehr positiv. 

Also greife ich auf eine der anderen Deo-Alternativen zurück, die wir schon getestet haben. 

Vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Tipp für mich, wie ich die Deocreme hautverträglicher bekomme?


Thứ Bảy, 5 tháng 4, 2014

Stärke als Trockenshampoo

Speisestärke im Pappkarton von Bauck Hof.

Dass man Lavaerde als Trockenshampoo verwenden kann, haben wir vor einer ganzen Weile ja schon mal getestet. In den Kommentaren und auf anderen Seiten haben wir dann erfahren, dass man auch andere Materialien als Trockenshampoo benutzen kann. Speisestärke zum Beispiel.

Auch etwas, das man ganz leicht plastikfrei im Karton oder im Glas bekommt. Mittlerweile steht bei uns die Stärke fast öfter im Bad als in der Küche.

Was ist Trockenshampoo?

Trockenshampoo ist super praktisch, wenn man mal keine Zeit oder Lust hat, die Haare zu waschen. 

In den Siebzigern war chemisches Trockenshampoo aus der Dose mal ganz modern, ist dann aber wieder verschwunden. Vor kurzem hatte das praktische Pulver kurz wieder ein Comeback, ich glaube aber, es konnte sich nicht so richtig durchsetzen. 

Im Grunde verteilt man das Pulver im fettigen Haar, bürstet das ganze ordentlich aus und fertig. 

Und wie funktioniert das mit Stärke?

Im Grunde genauso wie mit "normalem" Trockenshampoo. Ich tauche meine Finger in die Stärke - übrigens benutze ich Maisstärke, Kartoffelstärke geht auch - und verteile das Pulver am Haaransatz. Damit die Stärke das Fett gut aufnimmt, massiere ich sie ein bisschen ein. 

Die Stärke im Haaransatz verteilen und ein wenig einmassieren.


Dann bürste ich die Haare gut mit der Wildschweinbürste aus (Sisal funktioniert auch für alle, die auf Tierisches verzichten). Das macht man am besten über dem Waschbecken oder in der Badewanne oder Dusche. 

Wenn alles Weiß rausgebürstet ist, ist das Fett aus den Haaren verschwunden. Bei meinen hellen Haaren klappt das natürlich ohne Probleme, dass Speisestärke aber auch für dunkle Haare geeignet ist, zeigt Lisa auf Experiment Selbstversorgung

Wenn die Stärke rausgebürstet ist, ist das Haar wieder fettfrei und glänzend.

Stärke als Trockenshampoo - Fazit

Für viele ist Stärke wohl einfacher zu bekommen und vielseitiger verwendbar als Lavaerde. Und als Trockenshampoo funktioniert sie ebenso gut. 

Trotzdem verhalten sich die Haare nicht wie frisch gewaschen, das Gefühl und das Handling ist anders und natürlich riechen die Haare auch nicht nach frisch gewaschen. Aber als Notfallvariante finde ich Speisestärke großartig und nutze sie auch ab und zu. 

Kakao, Kaffeepulver und Mehl sollen übrigens ebenso funktionieren. 

Chủ Nhật, 17 tháng 3, 2013

Apfelessig gegen Pickel

Apfelessig in einer Glasflasche

Jedes Mal wenn ich in eine Drogerie gehe, nehme ich mir vor, de vielen Mittelchen gegen Pickel im Regal zu fotografieren, damit ich ein Bild für den Blog habe. Aber jedes Mal vergesse ich es, weil mich der Einkauf allein schon so stresst. Warum ist denn in Drogerien immer so viel los? Oder bin ich bloß immer zufällig zu Stoßzeiten unterwegs. 
Aber darum geht es hier ja gar nicht. Es geht eher um die tausendundeins Mittelchen gegen Pickel, die man kaufen kann. Alle in schönen Plastik-Verpackungen. 

Früher, als mich Pickel noch eher plagten, habe ich auch so einige Hoffnung in die Pickelabwehrindustrie gesetzt. Teilweise hat es geholfen, teilweise nicht. Teilweise waren die Mittel so scharf, dass ich zwar keine Pickel mehr hatte, dafür aber andere Probleme mit meiner empfindlichen Haut.

Plastikfreie Hautpflege - Meine Routine

Heute wasche ich mein Gesicht eigentlich nur noch mit Wasser, beziehungsweise ab und zu mit Wasser und Seife. Das reicht mir und meiner Haut in der Regel. Allerdings kann es aus den verschiedensten Gründen (Ernährung, Stress, Hormone) immer mal wieder dazu kommen, dass mich Hautunreinheiten plagen. 
Mittlerweile habe ich ein Mittel gefunden, dass nicht nur hervorragend wirkt, sondern auch noch plastikfrei, günstig und natürlich ist: Apfelessig.

Hier sieht man die gesamte Glasflasche


Wie wirkt Apfelessig?

Apfelessig wirkt desinfizierend und entzündungshemmend. Bei mir sind auch Pickelchen, die sich hartnäckig halten, mit der Apfelessig-Methode nach ein paar Tagen wieder weg. Bei kleineren Hautunreinheiten zeigt sich das Ergebnis schon am nächsten Tag.

Wie wird Apfelessig angewendet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Apfelessig anzuwenden. Ich befeuchte einfach eine Baumwoll-Puderquaste mit Wasser, gebe dann ein wenig Apfelessig direkt aus der Flasche hinzu und reibe mir Gesicht und Dekolletee ab. Ich wasche die Quaste gut mit klarem Wasser aus und gehe noch mal über die entsprechenden Stellen. Dann gut eincremen.
Man kann auch ein Gesichtswasser aus Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1:1 herstellen und damit das Gesicht waschen.

Auf dem Bild sieht man die Flasche Apfelessig, gemeinsam mit einer Baumwoll-Puderquaste.


Fazit - Apfelessig gegen Pickel

Das macht Apfelessig ebenfalls zu einem echten Allround-Talent. Ich benutze es in der Küche, nach dem Haarewaschen und nun auch gegen Pickel. 

Thứ Sáu, 1 tháng 3, 2013

Zao - Kosmetik ohne Plastik

Auf dem Bild sieht man das Kompaktpuder mit einem Pinsel. Das Puder ist gebettet in einem Bambus-Behälter.

Lange Zeit dachte ich, Kosmetik ist eine Sache, an der ich verzweifeln müsste. Wo bitte bekommt man Puder, Rouge oder Mascara, das nicht in Plastik steckt? Der Tipp von Sandra Krautwaschl hat mir auch nicht wirklich weiter geholfen. Grüne Erde gibt es hier nämlich nicht. Und beim Online-Angebot war ich mir nie ganz sicher, ob da nicht doch Plastik dahinter steckt. Eine Blog-Leserin lieferte letztendlich den entscheidenden Hinweis.

Die französische Marke Zao stellt Kosmetik her, die in Bambus-Behältern verkauft wird. Das Sortiment umfasst alle gängigen Kosmetika vom Puder, über Rouge zum Mascara.
In Deutschland gibt es nur ein paar Geschäfte, in denen Make-up von Zao verkauft wird. Online ist die Marke auch nicht leicht zu bekommen. Aber immerhin hat der Onlineshop keinplunder eine Auswahl an Zao-Produkten. Dort habe ich auch mein neues Puder bestellt, nachdem mein altes von alnatura aufgebraucht war.

Ein Bild der geschlossenen Puder-Dose.

Zao ist Naturkosmetik, von Ecocert zertifiziert. Außerdem ein großer Pluspunkt: Die Bambus-Behälter sind wiederbefüllbar. Man muss also nicht immer eine neues Bambus-Döschen kaufen, sondern kann das Inlay auch direkt bestellen. Wie das verpackt ist, kann ich allerdings noch nicht sagen. 

Das Puder kam gemeinsam mit einem schönen Leinen-Beutel zur Aufbewahrung. Beides steckte in einer Pappschachtel. Ein ganz großer Pluspunkt geht übrigens an keinplunder, die das Paket fast komplett ohne Plastik versendet haben. Nur eine kleine Tüte mit Proben kam in einem Plastikbeutel. Ich neige dazu, Probe-Packungen zu vergessen und dann sind sie irgendwann nicht mehr zu gebrauchen, deshalb habe ich das Tütchen gleich an eine gute Freundin weiter gegeben.


Preislich liegt das Puder von Zao deutlich über meinen bisherigen Anschaffungen aus dem Drogerie-Bereich. Deshalb habe ich auch einige Zeit hin und her überlegt, ob ich mir das wirklich leisten soll und kann. Als es in dem Shop dann eine kleine Preisreduzierung gab, habe ich zugeschlagen. Das Puder habe ich für 13,90€ erstanden. Die Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 17,90€. Schon eine kleine Investition. Die Nachfülleinheiten kosten in der Regel zwischen 6,50€ und 8€. Das geht dann schon wieder. 

Die Qualität des Puders ist sehr gut. Die Textur ist leicht und seidig und das Puder deckt außerdem gut. Da kann das Drogeriemarkt-Produkt nicht wirklich mithalten. Für ausufernde Analysen fehlen mir allerdings die Beauty-Blogger-Fähigkeiten. Mir gefällt das Zao Puder auf jeden Fall gut. 

Auf dem Bild sieht man ein Puder von der Marke Zao. Es befindet sich in einem Behälter aus Bambus. Außerdem wird ein kleiner Beutel aus Jute mitgeliefert. Das ganze ist in einer kleinen Pappschachtel verpackt.

Eine kleine Hürde bei der Bestellung war die Wahl des richtigen Farbtons. Den kann man bei Fotografien im Internet leider schwer bestimmen, immerhin ändert sich die Farbe auf dem Bild, je nachdem, ob man mit Blitz fotografiert oder ohne, die Kameraeinstellungen und die Kamera an sich spielen eine Rolle und die eigene Bildschirmkonfiguration. Kurzum, es ist nicht so leicht, nur anhand von Bildern im Internet den richtigen Farbton, passen zum eigenen Hautton zu finden. 

Ich habe rötliche Haare und einen hellen Teint mit Sommersprossen. Also habe ich es mit dem hellsten Farbton probiert. Der passt für den Winter ganz gut, für den Sommer könnte es etwas zu hell sein. Vielleicht hilft euch das als Anhaltspunkt, falls ihr das Puder ebenfalls bestellen wollt. 

Eine weitere Quelle plastikfreier Kosmetik könnte übrigens Organiqs sein, eine dänische Marke. Den Tipp habe ich von einer Freundin bekommen. Falls ich mal wieder etwas brauche, bietet sich das auf jeden Fall zum Testen an. 

Thứ Sáu, 25 tháng 1, 2013

Plastikarmes Körperöl statt Bodylotion


Über meine Pflegeroutine habe ich ja schon ein bisschen was geschrieben. Zum Beispiel, wie ich meine Haare wasche oder warum Kokosöl bei mir im Bad nicht fehlen darf, wie ich mich abschminke oder wie man eine plastikfreie Haarentfernung hinkriegt. Die Artikel sind immer recht beliebt (besonders die Haar-Posts), deshalb werde ich das ganze noch ein bisschen ausweiten und erzähle euch einfach noch ein bisschen mehr zur Körperpflege. 

Meine Haut ist sehr trocken und ich habe seit der Geburt immer mal wieder mit Neurodermitis zu tun, so dass ich wirklich nicht um regelmäßiges Eincremen und Pflegen der Haut herum komme. Besonders nach dem Duschen braucht  meine Haut Aufmerksamkeit und Pflege, sonst spannt und juckt sie wie verrückt. 

Früher stand die obligatorische Bodylotion neben der Dusche im Bad. Natürlich Plastik.Und mit starkem Geruch. Habe ich mich eigentlich schon mal darüber ausgelassen, wie merkwürdig ich es finde, mit wie vielen  unterschiedlichen Gerüchen wir uns täglich so eindieseln. Im schlimmsten Fall riechen Duschgel, Shampoo und Spülung (unterschiedlich), dann noch Bodylotion, Gesichtscreme, Deo und vielleicht hat das Makeup auch noch einen Eigengeruch. Tausend Gerüche, nur nicht nach Mensch. Ich bin auf jeden Fall immer froh, wenn ich mich diesem Geruchsirrsinn entziehen kann. Aber zurück zum Thema. 

Seit einiger Zeit benutze ich statt plastikverpackter Bodylotion plastikfreies Körperöl. Das gibt es in Glasflaschen mit mal mehr, mal weniger Plastik am Spender. 

Am Anfang habe ich kurz nach unserem Entschluss plastikfrei zu leben zur Drogerie-Variante gegriffen. Es gibt zum Beispiel von alverde günstige Körperöle in der Glasflasche. Die haben eine große Auswahl mit vielen verschiedenen Duftrichtungen und angeblichen Wirkungen. 

Der Pumpspender, mit dem man bei den alverde Körperölen immer genau eine Portion Öl aus der Flasche auf die Hand befördern kann, ist praktisch, bringt aber immer noch vergleichsweise viel Plastik mit sich. 
Trotzdem kann Körperöl aus der Drogerie vergleichsweise gut und günstig. Das kann eine gute Alternative zur Bodylotion sein, wenn der Geldbeutel schmal ist. 


Außerdem habe ich eine Zeit lang ein Körperöl von Logona verwendet. Etwas teurer als die Drogerie-Marke, dafür kann man sich der Qualität aber auch sicher sein. 

Hier war der Geruch des Öls schon deutlich dezenter, es zog immer gut ein und eigentlich war ich recht zufrieden. Allerdings war der Plastikanteil immer noch höher, als ich das eigentlich wollte. Also weiter suchen. 



Durch Zufall haben wir dann in einem kleinen Reformhaus das Öl gefunden, dass ich zur Zeit verwende: Das Mandel-Öl von Bergland (Bild oben)

Ich mag das Öl wirklich sehr gerne. Es riecht so gut wie gar nicht, vor allen Dingen nicht parfümiert, ist sehr angenehm auf der Haut und zieht gut ein. 

Und der Plastikanteil an dem Produkt ist sehr gering. Der schöne Holzdeckel ist innen mit etwas Plastik geschützt, außerdem ist der Schlauch, in dem das Öl aus der Flasche kommt, aus Plastik, der ist aber sehr kurz gehalten. Hinzu kommt, dass das Bergland-Öl als einziges Körperöl nicht zusätzlich in einem Pappkarton steckt. Auch wenn es wenig erscheint, kann man hier doch noch ein wenig mehr Müll sparen. 

Wer noch mehr sparen will, der oder die kann auch einfach das schon erwähnte Kokosöl statt Bodylotion benutzen. Das funktioniert auch wunderbar, allerdings zieht Kokosöl nicht ganz so schnell ein wie Mandelöl. 

Außerdem eignen sich auch diverse Speiseöle zur Körperpflege. Ich mag allerdings mein Mandelöl lieber. Das lässt sich übrigens auch wunderbar zum Massieren verwenden...

Chủ Nhật, 13 tháng 1, 2013

Allround-Talent Kokosöl


Endlich ein neuer Post. Da sollte es gleich mit etwas Großem anfangen. Etwas, das man in jeder Lebenslage brauchen kann und etwas, das jeden Test besteht. Also fangen wir doch mit Kokosöl an, ein echtes Rundum-Talent und natürlich ganz unkompliziert plastikfrei zu bekommen. 

Kokosöl im Glas bekommt man in jedem gut sortiertem Bioladen oder (falls keiner in der Nähe ist) auch ohne Probleme im Internet. Sucht in der Lebensmittelabteilung. Denn Kokosöl benutzt man meistens zum Kochen, Braten und Backen. Allerdings ist Kokosöl auch zur Haut- und Haarpflege super geeignet.
Kokosöl ist im Vergleich zu anderen Ölen bei Zimmertemperatur fest und wird erst bei ca.25°C flüssig. Kokosöl ist reich an gesättigten Fettsäuren und natürlicher Laurinsäure. Und Kokosöl ist nicht nur wohlschmeckend und gesund, sondern auch feuchtigkeitsspendend und hat einen leichten Kühleffekt.


Tatsächlich steht mein Kokosöl eher im Bad als in der Küche. Ich benutze es ...

- zum Abschminken. Mascara geht super einfach ab mit dem Kokosöl. Auch wenn ich mal anderes Make-up benutze, geht es mit einem Baumwolltuch und dem Kokosöl einfach ab und da das Öl auch feutchigkeitsspendend ist, wird die Haut automatisch mit gepflegt.

- zur Haarpflege. Fettiger Ansatz, trockene Spitzen, das sind meine Haare. Außerdem trocknet Lavaerde die Haare zusätzlich aus, so dass sie ab und zu etwas zusätzliche Pflege gebrauchen können. Ich gebe ab und zu eine ganz kleine Menge Kokosöl in die Haarspitzen. Oder manchmal auch ein bisschen direkt zur Lavaerde. Statt konventioneller Haarkur lohnt sich eine Ölkur mit Kokosöl.

- statt Bodylotion. Kokosöl zieht nicht so gut ein wie andere Öle, pflegt aber sehr gut. Deshalb nehme ich statt Bodylotion oder Körperöl manchmal einfach Kokosöl nach dem Duschen.

- als Lippenpflege. Bei trockenen Lippen wirkt Kokosfett besser als so mancher Lippenpflegestift.

Einige weitere Möglichkeiten zur Anwendung habe ich hier gefunden. Ohne Gewähr. 

Thứ Ba, 29 tháng 5, 2012

Testbericht: Lavaerde als Trockenshampoo

Trockenshampoo ist ja in aller Munde. Eine ganz neue Entdeckung aus den Siebzigern erobert die  Drogeriemärkte des Landes. Mit Trockenshampoos, so das Versprechen, werden die Haare ohne zu Waschen sauber und sehen gepflegt aus. Dabei soll das Wundermittelchen allerdings nicht das Haarewaschen ersetzen, sondern eher als Notlösung zwischen zwei Haarwäschen dienen. 
Dass das klappt beweisen zahlreiche Berichte im Internet, Videos auf YouTube, und und und. 

Warum man sich aber teures Trockenshampoo (am besten noch in der Sprühdose) kaufen sollte, erschließt sich mit nicht. Da gibt es doch natürlichere, verpackungsärmere und schonendere Varianten von Trockenshampoos. Getestet haben wir die Version Lavaerde

Wie funktioniert Lavaerde als Trockenshampoo?

Oben auf den Bildern seht ihr die Vorher-Nachher-Ergebnisse bei Matthias und mir. 

In der Anwendung ist das ganze recht einfach: Ein wenig Lavaerde auf den Ansatz geben, einmassieren, ausbürsten. Fertig. 

Wie sehen die Haare aus?

Das Ergebnis sind Haare, die nicht mehr fettig sind. Allerdings sind sie auch nicht frisch gewaschen und das merkt man auch. Sie sind störrischer als frisch gewaschene Haare, fast so, als hätte man irgendwelche Stylingprodukte im Haar. Vom Aussehen gehen sie allerdings glatt als frisch gewaschen durch. 
Ich habe schon öfter Lavaerde als Trockenshampoo benutzt. Mit der Methode kann man das nächste Waschen noch mal um 2-3 Tage hinauszögern. 

Matthias musste übrigens testen, weil ich wissen wollte, ob bei dunklen Haaren ein Film zu sehen ist oder die Haare heller werden. Werden sie nicht. Allerdings war Matthias nach anfänglicher Euphorie dann doch nicht so überzeugt und hat sich am nächsten morgen die Haare gewaschen. Für ihn fühlten sich die Haare komisch und nicht wirklich sauber an. Mich stört das nicht sonderlich. Ich kann meine Haare ja aber auch zum Zopf binden. 

Neben Lavaerde soll man übrigens auch Babypuder oder Maisstärke (oder auch Vanillepuddingpulver) als Trockenshampoo benutzen können. 

Fazit - Lavaerde als Trockenshampoo

Wenn es schnell gehen muss, ist Lavaerde als Trockenshampoo eine Alternative zum Haarewaschen. Allerdings sollte es eine Notlösung bleiben. 

Thứ Hai, 2 tháng 4, 2012

Testbericht: Savion Haarseife Hairpower

Nach dem Debakel mit der Haarseife von Lush, habe ich mich endlich mal wieder ans Testen gewagt. Das Haarewaschen mit Lavaerde oder Natron gehört zwar immer noch zu meinen Favoriten, aber die beiden Pulver lassen sich furchtbar schlecht mitnehmen, wenn man mal unterwegs ist. Deshalb durfte mich Haarseife von Savion auf meinen Reisen begleiten (die ein oder der andere hat das Shampoo vielleicht schon aus meinem selbstgemachten Haarseifen-Behältnis hervorblitzen sehen). 

Entschieden habe ich mich für die Hairpower Brennessel Seife mit Rosmarin- und Zitronenöl. Eigentlich ist das Shampoo für normales bis trockenes Haar. Zur Erinnerung: Ich habe eher fettige Haare. Nichtsdestotrotz funktioniert die Haarseife bei mir sehr gut. Zwar schaff ich im Gegensatz zur Lavaerde mit der Brennessel-Seife nur zwei Tage, bis ich mir die Haare wieder waschen muss, aber die Haare werden sauber und fühlen sich gut an. Ich muss zugeben, ich habe mich vorher nicht ordentlich informiert... Und da ich bei meinen fettigen Haaren schon gute Erfahrungen mit Rosmarin-Shampoo gemacht habe, dachte ich, das kann hier auch nicht verkehrt sein. Ist es auch nicht. Aber das nächste mal teste ich wohl doch die Citrus-Seife für fettige Haare. Allerdings liebe ich den Rosmarin-Duft. 

Das tolle bei den Savion-Seifen: Die Inhaltsstoffe. Hier ist tatsächlich alles natürlich und ein hoher Anteil an Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. Kurz innegehalten habe ich bei der Zutat Palmöl. Ich versuche Palmöl so gut es geht zu vermeiden, da die Zerstörung von Urwäldern nicht wirklich zu meinem grünen Gewissen passt. Auf der Seite von Savion findet man zu der Thematik auch eine Stellungnahme. Ich glaube, dass sich da wirklich Gedanken gemacht wurden, also kann ich das bisschen Palmöl aus kontrolliert biologischem Anbau verkraften. Wer nicht im Internet bestellen mag, findet bestimmt einen Händler in seiner Nähe. 

Fazit: Die Hairpower Brennessel Seife funktioniert wunderbar. Riecht gut, macht die Haare sauber und lässt sich einfach auf Reisen mitnehmen. Tolle Inhaltsstoffe und kontrolliert biologischer Anbau sprechen für sich. Empfehlung!

Chủ Nhật, 18 tháng 3, 2012

Haare waschen mit Natron

Nur mit Natron und Wasser die Haare waschen? Klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Ich war mal wieder todesmutig und hab es für euch getestet.

Der erste Versuch mit Natron

Mein erster Versuch ist absolut missglückt. Ich habe dafür einen Esslöffel Natron auf ca. 1 Liter Wasser aufgelöst und schlückchenweise ins Haar einmassiert, dann ausgewaschen und mit saurer Rinse (2 Esslöffel Apfelessig auf 1 Liter Wasser) nachgespült. Viel Arbeit, furchtbares Ergebnis. Meine Haare sind eigentlich recht unkompliziert, fetten aber schnell nach. Mit dieser Mischung wurden meine Haare überhaupt nicht sauber, sondern hatten noch einen unangenehmen Fettfilm. Also hab ich Natron erst mal wieder aus meiner Kosmetiksammlung verbannt.

Noch einmal von vorne

Dann gab es auf dem Blog allerdings immer wieder Kommentare, die die Natron-Methode anpriesen und ich wurde neugierig. Vielleicht habe ich doch was falsch gemacht. Ich habe mich bei meinem zweiten Versuch an die Methode gehalten, die ein*e nette*r anonyme*r Leser*in in einem Kommentar beschrieben hat:


"[...] ich selber löse 1EL Natron in 100ml lauwarmen Wasser auf (in einer alten Schampoo-Flasche) und matsch mir das Zeug auf die Kopfhaut. Meine hüftlangen Haaren düdel ich immer zusammen (mach so einen eingeschneckten Dutt mit einem Haargummi im Nacken) damit das Natronzeug nicht auf die Haarlängen kommt (Haarlängen brauchen ja nie gewaschen zu werden, auch nicht mit Schampoo, da reicht, was beim auswaschen dran runterrinnt). Dann lass ich das Natron 2-5 Minuten einwirken und spüls aus. Danach spül ich mit einer Essig-Rinse nach. [...]"

Und tatsächlich, so funktioniert es. Wirklich. Die Haare werden absolut sauber und schön weich. Es ziept zwar ein bisschen beim Durchkämmen, aber die Kämmbarkeit ist insgesamt doch sehr gut. Wieder waschen muss ich nach zwei bis drei Tagen.
Ich hätte nicht gedacht, dass das wirklich geht. Im Endeffekt habe ich im Vergleich zum ersten Versuch nur die Konzentration und die Einwirkzeit erhöht. Trotzdem ist das Ergebnis um Längen besser.

Natron für die Haare

Jasmin hat allerdings in einem anderen Kommentar geschrieben, dass Natron die Haarstruktur zerstöre. Beim Suchen im Internet habe ich fast nur Seiten und Kommentare gefunden, die das abstreiten. Wichtig ist die saure Rinse nach dem Waschen, damit sich die Schuppenschicht wieder schließen kann. Um ganz sicher zu gehen, werde ich meine Friseurin fragen und euch dann berichten. 

Thứ Bảy, 17 tháng 3, 2012

Ein Behälter für die Haarseife

Wenn man unterwegs ist, ist Lavaerde, die ich sonst sehr gern benutze, zugegebenermaßen eher unpraktisch. Also nehme ich auf Reisen gerne Haarseifen mit.

Aber wie transportiert man Seifen am geschicktesten? Sie sind glitschig und rutschig und nach dem Duschen immer noch total feucht. Für das feste Shampoo von Lush haben wir eine Metalldose. Allerdings ist die rund und für andere (meist eckige) Haarseifen ungeeignet. Außerdem trocknen Seifen in geschlossenen Behältnissen schlecht bis gar nicht. Bisher habe ich Seifen in Papiertüten mitgenommen, wenn ich unterwegs war. Die lösen sich aber ziemlich schnell auf,wenn die Seife noch nicht ganz trocken ist, wenn man sie wieder wegpackt. 

Die Lösung für das Problem wurde mir von frau siebensachen präsentiert. In einem Kommentar schrieb sie: "zum mitnehmen (und auch sonst zur unterbringung) hab ich einen alten waschlappen kleinergenäht. da tu ich die seife direkt nach benutzung wieder rein. er fängt allen schaum auf, und wenn ich ihn am schluß auf links krempele, hab ich mindestens einmal haarewaschen extra! ;-)"

Eine, wie ich finde, großartige Idee! Und weil ich die letzte Woche unterwegs war, konnte ich die Waschlappenmethode auch endlich mal testen. Also habe ich mich am Sonntagabend (Montag gings los) schnell noch hingesetzt und genäht. Ich besitze keine Nähmaschine, also habe ich per Hand genäht. Das hat ein wenig länger gedauert und sieht ein bisschen krumm und schief aus. Ich mags.


Also habe ich einen alten Waschlappen rausgesucht (wir benutzen eh so gut wie nie Waschlappen).
Ich habe zu Anfang den Schnipsel zum Aufhängen abgeschnitten. Das sollte mein "Knopfloch" werden.
Außerdem habe ich an einer Seite den Waschlappen um etwas weniger als die Hälfte beschnitten, so dass ich einen Deckel zum Umschlagen habe.
Ränder umnähen (was für eine blöde Arbeit, ohne Maschine, aber machbar mit ein wenig Zeit).
Einen schönen Knopf aus Holz mit weißem Garn annähen (ich mag den Kontrast zum Rot).
Und fertig.

Da ich an der Breite des Waschlappens nichts geändert habe, ist er nun so groß, dass zwei Seifen reinpassen. Eigentlich ganz praktisch, da kann ich Körperseife und Haarseife gleichzeitig transportieren. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mich bloß vor dem Mehr an Arbeit gescheut...

Eine Woche war ich unterwegs und ich kann sagen, meine Haarseifen-Tasche hat den Test bestanden. Auch wenn man die Seifen direkt nach dem Duschen wieder in die Tasche steckt, bleibt alles andere im Kulturbeutel trocken. Der Frottee-Stoff nimmt die Feuchtigkeit super auf. Der Stoff klebt zwar nach dem Trocknen ein wenig an der Seife, aber man bekommt sie ohne Probleme wieder raus. Tipp von meiner Seite: Nach dem Nähen den Beutel noch mal auf Links drehen und ordentlich ausschütteln (Staubsauger bereit halten). Ich habs nicht gemacht und kleben jetzt ein paar rote Fäden an der Seife. Nicht schlimm, aber vermeidbar.

Insgesamt eine super Sache. Danke noch mal für die Idee, frau siebensachen. Alleine wär ich bestimmt nicht drauf gekommen. Dann würde ich immer noch Papiertüten zerstören.

Thứ Tư, 22 tháng 2, 2012

Testbericht: Rasierpinsel und Rasierseife

Zu Weihnachten hatte mir Stellas Mutter eine Rasierseife mit passender "Aufbewahrungsbox" geschenkt. Kurze Zeit später hab ich mir dann noch einen passenden Rasierpinsel besorgt.  Vor einiger Zeit hatte ich die Rasiercreme von Lush ausprobiert, womit ich nicht so ganz glücklich war (man hatte immer das Gefühl das es nicht zu 100% klappte). Warum mich jetzt der Rasierpinsel umso mehr überzeugt hat, erfahrt ihr hier

Prinzipell ist  die Handhabung ganz einfach: Pinsel nass machen, mit schnell-kreisenden Bewegungen die Rasierseife aufnehmen und dann das Gesicht mit genau der gleichen kreisenden Bewegung (nur langsamer) einseifen. Die Pinselhaare (in meiner Ausführung Dachshaar) wirken dabei im ersten Augenblick ungewohnt, nach kurzer Zeit möchte man allerdings diese "Massage" der Haut nicht mehr missen. Die Schaumentwicklung ist ganz ordentlich wenn auch nicht so stark wie bei herkömmlichen Rasiercremes oder Schaum. Das muss es allerdings auch nicht, das Rasieren funktioniert ganz wunderbar. Nach dem Rasieren sollte man den Pinsel gründlich ausspülen und kann ihn dann, wie die Rasierseife trocknen lassen.

Fazit: Mich hat meine Rasierpinseln/ feste Rasierseife Kombination restlos überzeugt. Alles ist aus natürlichen Rohstoffen ganz ohne Plastik. Es sieht toll aus funktioniert wunderbar und fühlt sich auch noch gut auf der Haut an.

Den Rasierpinsel sowie die Seife nebst Behältnis gibt es beim "Historical Barber".

Thứ Ba, 14 tháng 2, 2012

Putzen ohne Plastik

Heute soll es um das eher unliebsame Thema Putzen gehen. Ich hab ja die Erfahrung gemacht, dass es da 1001 Mittelchen gibt, allerdings kaum eins, das man ohne Plastik kaufen kann. Die Sachen die wir trotzdem entdecken konnten möchten wir euch hier vorstellen.

Essigreiniger: Beim Saubermachen des Bads oder der Küche hat sich bis jetzt am besten Essig bewährt. Die Essigessenz gibt es billig in jeden Supermarkt in der Glasflasche. Mit Wasser verdünnt oder, wenn es aggressiver sein muss pur, ergibt sich ein starkes Putzmittel, dass ganz ohne chemische Zusatzstoffe auskommt. Um das ganze noch etwas einfacher zu machen, nutze ich eine alte Deopumpflasche, die ich zu Hälfte mit Essigessenz und zur anderen Hälfte mit Wasser befülle (ich habe nicht mit den Mischungsverhältnis experimentiert, könnte also sein das auch weniger Essigessenz funktioniert. Wenn ihr Tipps habt gerne in die Kommentare). Einfach auftragen und abwischen, bei stärkeren Flecken kurz einwirken lassen. Klappt ganz wunderbar auf Fliesen, Amaturen, in der Duschkabine oder im Waschbecken und in der  Kloschüssel sowie am Herd. Einziger Nachteil ist das es beim Aufsprühen stark nach Essig riecht, das geht aber nach einer Minute wieder weg.

Zitronensäure: Wenn es im Klobecken unangenehm riecht wird es höchste Zeit für die Zitronensäure. Die gibt es z.B. bei DM in der Pappverpackung. Einfach etwas davon in die Kloschüssel geben und einwirken lassen. Man kann die Zitronensäure mit einer Klobürste auch noch etwas in de Schüssel verteilen. Nach dem Einwirken mit der Klobürste noch einmal durchschrubben und dann nachspülen. Außerdem kann man mit Zitronensäure wunderbar entkalken - Waschmaschine, Wasserkocher, Duschwände... was so anfällt. Im Endeffekt könnte man die Zitronensäure genauso wie die Essigessenz verwenden, allerdings kaufen wir die Zitronensäure in Pulverform. Da siegt die Faulheit und wir verwenden weiter die schon flüssige Essigessenz. 

Natron: Als letztes für heute Natron, das man wunderbar zum Rohr freimachen nutzen kann. Gibt es in jeden Supermarkt bei den Backutensilien in Papiertüten. Einfach etwas Natron in den Ausguss geben und mit Essigessenz nachspülen. Daraufhin sollte es zu "sprudeln" beginnen. Das ganze einwirken lassen und mit Wasser nachspülen. Schon sind die Rohre wieder frei.

Thứ Hai, 6 tháng 2, 2012

Zähneputzen ohne Plastik - Der Miswak

Eine der Sachen, die uns schon lange umtreiben ist einen guten Ersatz für Zahnbürsten zu finden. Nun hatte mir Stella zu Weihnachten einen Miswak-Zweig geschenkt und mittlerweile bin ich dazu gekommen, ihn zu testen. 

Bevor man den Zweig benutzen kann, sollte man ihn für mindestens einen Tag einweichen. Das ist notwendig, da er sonst nicht richtig zerfasert und nicht zu einer Art Bürste wird.

Nachdem man ihn also eingeweicht hat und es Zeit wird Zähne zu putzen, muss man ein kleines Stück erst mal anknabbern. Danach hat man ein wenig Rinde im Mund die man entweder ausspuckt aber auch runterschlucken kann (was ich allerdings noch nicht gemacht habe). Übrig bleibt das faserige Innere des Miswak, das, wie schon angesprochen, als Bürste genutzt werden kann. Damit kann man sich nun die Zähne putzen, am besten immer mit kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch weg (von "rot" nach "weiß"). Aufgrund der Größe bietet es sich an jeden Zahn einzeln zu putzen. Dabei sollten auch die Kauflächen und die Hinterseite der Zähne nicht vergessen werden, auch wenn letzter etwas schwer zu erreichen ist. Am besten, man nutzt aus, dass der Miswak biegsam ist und versucht so an die Zahnhinterseiten ran zu kommen. Auch die Zunge kann man sich mit dem Zweig putzen. Nach dem Zähneputzen sollte man den Zweig gründlich ausspülen. Nach drei Tagen ist die "Bürste" abgenutzt und man sollte sie abschneiden und eine neue "ankauen". Ein Zweig soll (ich selbst konnte es noch nicht testen) etwa 4 Wochen reichen.

Der Geschmack des Miswaks ist etwas gewöhnungsbedürftig aber auch nicht unangenehm oder besonders intensiv. Natürlich sind diese Eindrücke subjektiv. Für mich schmeckt es entfernt nach Gras (oder besser gesagt, so wie Gras riecht).

Wie funktioniert nun der Miswak? Der Witz am Miswak-Holz ist, dass es unter anderen eine große Menge an Flourid enthält und somit Zahnbürste und Zahnpasta in Einem ist. Auch deshalb sollte man die Bürste regelmäßig abschneiden, weil die Flouride natürlich nach einiger Zeit verloren gehen. Die Zweige werden schon seit dem Altertum zum Zähneputzen verwendet.

Fazit: Der Miswak-Zweig ist gegenüber der Zahnbürste eine ziemliche Umstellung, schon deshalb weil man die "Bürste" vorne dran hat und sie nicht seitlich absteht, was das Putzen doch etwas erschwert. Doch nach einer kurzen Umgewöhnungszeit hat man sich daran gewöhnt und ist aufgrund der Biegsamkeit des Astes etwas geschickter. Negativ ist mir aufgefallen das der Ast im Laden einzeln in Plastik verpackt angeboten wird. Ist zwar immer noch weniger als eine Zahnbürste und vor allen hat man das Zeug nicht im Mund, schade ist es trotzdem. Aber vielleicht finden wir noch andere Anbieter.

Stella hat meinen Miswak in einem Orientshop in unserer Stadt gekauft, es gibt aber auch die Möglichkeit, ihn beim Waschbär zu bestellen. Da liegt allerdings der Mindestbestellwert bei 25€, lohnt sich also nur wenn man sowieso was bestellen will.

Thứ Hai, 23 tháng 1, 2012

Bürste ohne Plastik - Die Wildschweinborsten-Bürste

Weihnachten lag für mich eine Bürste mit Wildschweinborsten unter dem Gabentisch
Ich habe lange überlegt, ob ich mir eine (nichtvegane) Wildschweinbürste oder eine (vegane) Sisalbürste wünschen soll. Beides Naturbürsten. Letztendlich habe ich mich für die Wildschweinborsten-Bürste entschieden, da sie einige Vorteile bietet. 

Vorteile: Wildschweinborsten sollen besonders sanft zu Kopfhaut und Haar sein. Angeblich nehmen sie gut das Haarfett auf und verteilen es bis in die Spitzen. Das soll die Haare schön zum glänzen bringen und das Haarewaschen länger rauszögern. Außerdem soll die Wildschweinbürste Schmutz und Ablagerungen gut aus den Haaren entfernen. Irgendwo hab ich sogar gelesen, dass das Bürsten mit Wildschwein das Haarwachstum anregen soll. 

Nachteile: Wildschweine werden ihrer Borsten beraubt. Und leider konnte ich nicht rausfinden, ob die Schweine dabei tot oder lebendig sind. Bei dickem, lockigem Haar soll die Wildschweinbürste angeblich zusätzliches Volumen zaubern, was anscheinend selten gewünscht ist. Und Bürsten aus Wildschweinborsten (wenn es gute sind) sind recht teuer. 

Weihnachten ist jetzt fast einen Monat her und ich habe meine Wildschweinbürste täglich benutzt und möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten. 

Ein riesengroßer Vorteil für mich ist natürlich, dass die Bürste ohne Plastik auskommt. Vorher hatte ich eine Holzbürste von dm, die schon recht plastikfrei war. Allerdings steckten die Borsten immer noch in so einer Gummischicht. Das hat die Wildschweinbürste nicht. Die Borsten stecken direkt im Holz. Großes Plus. 

Die Borsten fühlen sich tatsächlich besonders sanft an. Sie massieren die Kopfhaut schön und kommen auch gut durchs Haar, auch wenn die Borsten sanfter sind als bei "konventionellen" Bürsten. Allerdings sollte man Wildschweinbürsten nicht bei nassen Haaren anwenden. Nach dem Waschen die Haare entweder mit einem groben Kamm (ich nehme die dm-Holzbürste) entwirren oder ungekämmt trocken lassen und dann bürsten. Das klappt tatsächlich. Früher dachte ich ja immer, wenn man die Haare nicht gleich nach dem Waschen kämmt, kommt man im trockenen Zustand gleich gar nicht mehr durch. Das Gegenteil ist der Fall, nach dem Trocknen lassen sich die Haare viel einfacher kämmen <---- Meine Erfahrung. 

Schönen Glanz bringt die Wildschweinbürste auf jeden Fall. Und nicht so Fettglanz, sondern wirklich schönen. Und wahrscheinlich liegt das tatsächlich daran, dass Talg und Fett besser vom Ansatz in den Haaren verteilt werden. Ich, die ich früher jeden Tag die Haare waschen musste, schaffe es mittlerweile, mit der Kombination aus Lavaerde und Wildschweinborsten, mit zwei bis drei mal Waschen in der Woche auszukommen, ohne dass ich mich unwohl fühle, und ohne dass ich schief angeguckt werde. Manchmal ist es sogar so schön, dass ich am zweiten Tag die Haare noch offen lassen kann. 

Thema Schmutz und so. Die Wildschweinbürste muss man oft säubern, weil sie tatsächlich viel Staub und Ablagerungen vom Tag aus den Haaren entfernt. Das geht ganz gut mit einem Kamm, ein bisschen Wasser und mildem Shampoo, macht allerdings ein bisschen Arbeit. Schön aber, dass das Zeug raus ist. 

Leider sind grade am Anfang viele Borsten abgebrochen. Mittlerweile hat sich das aber wieder etwas gelegt.  Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass ich irgendwann gar keine Bürste mehr habe, weil aller Borsten auf dem Bad-Boden liegen. Die Befürchtung ist nicht eingetroffen. 

Fazit: Wildschweinborsten sind toll und womöglich eine der besten Sachen, die man seinen Haaren zumuten kann. Ich liebe und behalte sie. Danke, Schatz, für das Geschenk!


Weitere Infos: 
Meine Bürste wurde bei kostkamm gekauft. 
Ganz ausführliche Berichte und Tipps zu Wildschweinbürsten gibt es im Langhaarnetzwerk.

Thứ Bảy, 7 tháng 1, 2012

Testbericht: schönes sein - Shampoo in Glasflaschen

Ich bin ja schon seit längerem auf der Suche nach Shampoo-Alternativen, die nicht in der Plastikflasche daherkommen. In einem Kommentar zur Shampoo-Odyssee wurde uns vor einiger Zeit die Seite schoenes-sein.de empfohlen, auf der man Shampoo in Glasflaschen kaufen kann. 

Wie ihr sehen könnt, habe ich mir ein paar Proben zuschicken lassen, um das ganze für euch zu testen. An dieser Stelle vielen Dank an Kirsten Kelting für das nette Telefongespräch und die Beratung. Der Service bei schönes sein stimmt auf jeden Fall.

Die Produktproben, die ihr übrigens gegen eine Schutzgebühr von 5€ auch bestellen könnt, wenn ihr die Shampoos gerne ausprobieren möchtet, kommen in Plastikflaschen, die allerdings wiederverwendet werden, glaube ich. Auf jeden Fall schicke ich die Fläschchen wieder zurück, wenn ich alles aufgebraucht habe. Muss ja nicht weggeworfen werden. Neben diversen Shampoos und Gesichtspflege habe ich noch eine Ansatzflasche für die Shampoos mitgeschickt bekommen.

Jetzt hatte ich schon eine ganze Weile Zeit, die Shampoos zu testen. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mir keine Notizen zu den einzelnen Shampoos gemacht habe, so dass ich nur eine allgemeine Einschätzung zu der Marke schönes sein geben kann. Asche auf mein Haupt. 
Ich habe auch noch ein paar volle Fläschchen im Badezimmer stehen, so dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. 

Sehr positiv ist mir die Einstellung bei schönes sein aufgefallen. Tipps wie "Immer wenig Shampoo verwenden"  und "vergessen Sie nicht, zum Schluss richtig kalt nachzuspülen" werden wie selbstverständlich gegeben. Außerdem beantwortet Frau Kelting Fragen sehr kompetent und steht auch beratend zur Seite.

Bei der Anwendung war ich am Anfang allerdings ziemlich enttäuscht. Die Geschichte mit der Ansatzflasche, bei der man einen Teil Shampoo mit zehn Teilen Wasser mischen soll, hat bei mir leider so gar nicht geklappt. Oder ich hab was falsch gemacht. Ein bisschen besser ging es, als ich das Gemisch auf das trockene Haar gegeben habe, zufrieden war ich damit allerdings auch nicht. Meine Haare waren nach dem Waschen immer noch fettig. Unschön.

Also Ansatzflasche in die Ecke verbannt und Shampoo normal aufgetragen. Das geht schon durchaus besser. Man braucht relativ wenig Shampoo um die Haare sauber zu bekommen und in der Regel brauchte ich nur alle zwei Tage zu waschen, ohne dass es unangenehm wurde. Eine der 10ml-Proben hatte ich über Weihnachten und Silvester mit im Gepäck. Zehn Tage hat das Shampoo ohne Probleme gereicht. Für eine Haarwäsche ist immer noch genug übrig. 

Ein bisschen stört mich, dass ich nicht weiß, was in den einzelnen Produkten für Inhaltsstoffe vertreten sind. Vielleicht steht das auf den Originalgrößen, im Internet konnte ich nur eine allgemeine Übersicht über die Inhaltsstoffe finden, die schönes sein verwendet. Die Produkte von schönes sein sind allerdings mit dem ABG Siegel zertifiziert (Austria Bio Garantie GmbH).

Die Shampoos funktionieren, sie waschen sauber und scheinen auch gut zu pflegen. Allerdings überzeugt mich die Lavaerde mehr. Zwar greift schönes sein nur auf Zuckertenside zum Reinigen zurück. Aber keine Tenside sind wohl immer noch besser als milde, natürliche Tenside. Vorteile von den Shampoos in Glasflaschen sind allerdings, dass das Anmischen wegfällt (nicht jede*r hat morgens Zeit oder Lust erst das Shampoo zusammenzumischen). Außerdem kann man es besser auf Reisen oder Ausflüge mitnehmen als Lavaerde. Allerdings ist da vielleicht das Weleda-Shampoo in der Alu-Tube noch besser, als Glasflaschen, wobei da die Waschsubstanzen wieder aggressiver sind. 

Fazit: Probierts aus. Die Shampoos von schönes sein waschen die Haare sauber und man braucht wenig Shampoo, damit hat man den Preis doch schon wieder drin. Für Menschen, die auf den Komfort von fertigem Shampoo nicht verzichten wollen, sind die Shampoos von schönes sein eine gute Alternative. Das Angebot Proben zu bestellen ist super. Ich empfehle: Probieren geht über studieren.

Thứ Bảy, 12 tháng 11, 2011

Testbericht: Haare waschen mit Lavaerde

Was ist Lavaerde?

Lavaerde, auch Wascherde oder Ghassoul oder Rhassoul genannt, hat erst mal mit Lava nicht viel zu tun, sondern ist (meist nordafrikanische) Tonerde. Lava kommt in dem Fall nämlich vom lateinischen lavare und bedeutet Waschen. Und man glaubt es kaum, diese Erde wäscht tatsächlich sauber

Meine Friseurin hat mir beim Beratungsgespräch zu Lavaerde geraten. Schonender kann man seine Haare nicht waschen, denn Lavaerde funktioniert ohne Tenside. Logona beschreibt das so: 
Das besondere Reinigungsvermögen von Lavaerde beruht auf einem rein physikalischen Wirkprinzip: In Verbindung mit Wasser quillt Lavaerde auf und entwickelt eine angenehm gelige Konsistenz. Ihre feinen Partikel haben eine besonders hohe Austauschkapazität. Das heißt, sie haben die Fähigkeit, Schmutzpartikel und überschüssiges Fett wie ein Löschblatt aufzusaugen und abspülbar zu machen. Aufgrund dieses besonders milden Waschprinzips der Lavaerde werden Haut und Haar niemals vollständig entfettet, wie es beispielsweise bei besonders aggressiven Tensidprodukten vorkommen kann. So werden bei einer Wäsche mit Lavaerde weder die natürliche Schutzschicht der Haare noch Säureschutzmantel oder Talgdrüsen der Haut angegriffen bzw. gereizt.

Wie benutze ich Lavaerde?

Für meine etwas über schulterlangen Haare mische ich drei Esslöffel Lavaerde mit der doppelten Menge kochendem Wasser, so dass die Konsistenz eher flüssig als fest ist. Je nachdem, wie sehr man die Tonerde verdünnt, nimmt sie wohl mehr oder weniger Haarfett auf. Die flüssige Konsistenz hat sich für meine doch recht schnell nachfettenden Haare gut bewährt. 

Die Erde kann man fast wie normales Shampoo anwenden. Also Haare nass machen, Lavaerde drauf, ein wenig die Kopfhaut massieren, ausspülen. Schäumt halt nicht. Irre lange Einwirkzeiten sollte man vermeiden, denn wenn die Erde antrocknet, löst sie sich schlechter wieder von den Haaren - Tipp von der Friseurin. Daher eignet sich die Lavaerde nicht als Haarmaske, obwohl man im Internet einiges davon lesen kann. Auch wenn sie nur kurz einwirkt, wäscht die Tonerde sauber.

Nach dem Waschen

Nach dem Waschen fühlen sich die Haare wunderbar weich an. Allerdings bleibt Lavaerde Erde, die auch kalkhaltig sein kann und damit man eventuelle Rückstände nicht im Haar behält, sollte man auf jeden Fall mit einer sauren Rinse nachspülen. 

Für eine saure Rinse verdünnt man Essig oder Zitronensaft mit Wasser. Am besten nimmt man dafür kaltes Wasser, denn ein kalter Guss nach der Haarwäsche sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht der Haare schließt und dass sie Haare glänzen.

Für mich hat sich eine Mischung aus zwei Esslöffeln Apfelessig auf einem Liter Wasser bewährt.
Anfangen sollte man mit einem Esslöffel auf mindestens einem Liter Wasser und sich dann langsam an die Konzentration herantasten, die einem persönlich gut tut.

Wie geht es den Haaren danach?

In vielen Foren oder Blogs wird berichtet, dass die Haare nach längerer Anwendung mit Lavaerde strohig und rau würden. Ich kann das nicht bestätigen. Ich benutze die Logona Lavaerde jetzt seit anderthalb Monaten (fast) ausschließlich und meinen Haaren geht es wunderbar, sie sind weich, glänzen und fallen schön. Außerdem wirkt die Tonerde entfettend und ich muss nur noch alle zwei bis drei Tage Haare waschen. Allerdings sollte man wohl Lavaerde nicht bei gefärbten Haaren verwenden... was da dran ist, kann ich leider nicht sagen, denn meine Haare waren noch nie gefärbt.

Falls die Haare aus irgendwelchen Gründen doch mal trocken und gestresst wirken, gebe ich einfach ganz wenig Öl (was gerade in der Küche rumsteht) in die Haarlängen, einwirken lassen und rauswaschen. Lavaerde schafft auch das.

Was kann Lavaerde noch?

Apropos entfettend: Lavaerde kann man auch als Trockenshampoo benutzen. Also ein bisschen Pulver in die Haare geben, einmassieren und gut auskämmen. Und das funktioniert tatsächlich. Zwar ist es nicht ganz so, als hätte man die Haare frisch gewaschen, aber die Erde nimmt das Haarfett gut auf und die Haare sehen wieder akzeptabel aus, so dass ich mich selbst ohne Zopf aus dem Haus getraut habe. Also eine gute Last-Minute- oder Notfall-Methode.

Praktisch an der Lavaerde: Man kann sie auch gleich für den Körper mit benutzen. Auch die Haut wird schön weich nach der Wäsche mit Tonerde.

Wo gibt es Lavaerde?

Die 300g Packung der Logona Lavaerde, die wir getestet haben ist leider nicht ganz plastikfrei. Der "Ausgießer" ist aus Plastik. So eine Mogelpackung. Das hab ich im Laden gar nicht sehen können, die Packung ist nämlich komplett mit Pappe verkleidet. Es gibt allerdings Großpackungen, die komplett plastikfrei sind. Weitere Hersteller, die Lavaerde anbieten sind alva, Provida und Tautropfen. Weiß zufällig jemand, ob Tautropfen Glas- oder Plastikflaschen verwendet? Auf dem Bild ist das leider nur ganz schwer zu erkennen.

Übrigens soll das ganze auch mit Erde aus einheimischen Gebieten funktionieren. Meine Friseurin hat mir erzählt, dass sie manchmal einfach beim Schwimmen in der Tonkuhle oder im Baggersee eine Hand Erde vom Boden hoch holt und sich damit die Haare wäscht. Selbst ausprobiert habe ich das aber bisher nicht. 

Einen ausführlichen Bericht zu Wirkungsweise, Abbau und Verarbeitung von Lavaerde findet man im Archiv von Schrot&Korn.

Fazit

Zwar teste ich gerade noch ein paar Alternativen, aber die Lavaerde hat definitiv das Zeug zum neuen ständigen Begleiter in der Haarpflege. Die Haare lassen sich gut kämmen, sind weich und glänzen. Zwar muss man das Pulver immer erst mit Wasser anrühren, aber da ich es morgens eh lieber ruhig angehe, stört mich das nicht. Dafür muss ich ja nur noch alle zwei bis drei Tage überhaupt Haare waschen. Auf jeden Fall Daumen hoch.

Thứ Sáu, 4 tháng 11, 2011

Plastikfreies Deo

Wenn es um plastikfreie Deodorans geht, hat man ausnahmsweise mal eine große Auswahl an möglichen Produkten. So gibt es neben vielen "normalen" Deos aus der Drogerie, die meist bis auf den Deckel und den Sprühkopf plastikfrei sind, auch andere, exotischere Produkte, wie das Coconut Deodorant Puder von Lush. Das wollen wir euch heute vorstellen, sowie den Deo-Zerstäuber Limette Salbei von Alverde und das Anti-Transpirant von Hidrofugal. All die Zerstäuber sind Pumpsprays, da muss man sich um die Atmosphäre dann auch keine Gedanken mehr machen.

Coconut Deodorant Puder von Lush

Das Puder hatten wir bei unserer großen Einkaufstour bei Lush erworben und seitdem immer mal wieder in Benutzung. So richtig glücklich wurden wir damit nicht: Komischerweise wirkte der Puder bei täglicher Benutzung ein bis zwei Tage. Am dritten Tag nahm die Wirkung ab und es entstand Schweißgeruch. Deshalb ist der Puder eigentlich nicht zu empfehlen, auch wenn der Kokosgeruch mir persönlich sehr gut gefällt.
Von den Inhaltstoffen her ist alles OK, die Hauptbestandteile sind Stärke und Magnesiumcarbonat.

Auch die 2 Mädels vom Mückeblog haben ein Deo von Lush getestet, hier findet ihr ihn.

Deo Zerstäuber Limette Salbei von Alverde

Der Zerstäuber von Alverde hat den ganz großen Pluspunkt, dass er kontrollierte Naturkosmetik ist sowie vegan (obwohl mir nicht ganz klar ist, welche tierische Produkte in einem Deo stecken können). Es werden desweiteren auf synthetische Duft -, Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet, sowie auf Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis. Der Duft ist wie bei dem Namen zu erwarten zitronig. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht ganz optimal. An sehr heißen Tagen, oder wenn man aus anderen Gründen viel Schwitzt wirkt das Deo nicht hundertprozentig. Daher können wir das Deo nicht voll und ganz empfehlen. 

Anti-Transpirant Zerstäuber von Hidrofugal

Der Hidrofugal Zerstäuber verzichtet anders als der Zerstäuber von Alverde auf Alkohol und setzt auf Mineralien. Auch er kommt ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus, allerdings handelt es sich nicht um Naturkosmetik. Das Deo soll zwar duftneutral sein, hat aber doch einen leicht süßlichen Geruch (wenn auch nicht stark) und hat Parfüm als Bestandteil. Die Bestandteile sind  größtenteils Wasser und Mineralien. Achten sollte man auf das Aluminiumchlorohydrat, da dieses Brustkrebs verursachen soll. Das ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt und dementsprechend umstritten. Außerdem soll durch das Alu die gelben Flecken entstehen die sich an der Kleidung unter den Achseln bilden.
Bezüglich der Wirksamkeit haben wir bei diesem Deo das beste Ergebnis erzielt. Wir konnten es zwar noch nicht im Hochsommer testen allerdings hält die Wirksamkeit auch, wenn man dicke Klamotten an hat.

Deo Zerstäuber Wasserlilie von CD 


Als letztes wäre da noch der Deo Zerstäuber von CD. Auch der basiert auf Alkohol. Funktioniert hat er gut, es gab keine unangenehmen Gerüche. Leider hatt er bei Ökotest nur "ausreichend" abgeschnitten, was vor allem an den Duftstoffen und den verwendeten Phthalaten liegt, die Allergien auslösen können.

Fazit: Die verschiedenen Deos haben uns alle nicht so ganz glücklich gamacht. Daher sind wir noch auf der Suche nach einer guten plastikfreien und ökologischen Alternative zu konventionellen Deos. Es gibt einige Rezepte zum selber machen von Deos die wir gerne ausprobieren möchten. Dazu demnächst mehr auf unserem Blog.
Dennoch, wem selbermachen zu viel Arbeit ist, hat wenigstens viele fast plastikfreie Alternativen aus der Drogerie. Wie hoffen, wir konnten euch da die Entscheidung etwas leichter machen.

Chủ Nhật, 23 tháng 10, 2011

Haare waschen mit Kastanien

Irgendwann mussten die Kastanien ja versagen. Meine Haare wasche ich damit jedenfalls nicht mehr. Aber immerhin: Wäschewaschen, Geschirrspülen, Putzen. Da ist es vielleicht nicht so schlimm, dass die Kastanien nicht als Shampoo taugen. 

Es gibt Leute, bei denen funktioniert die Kastanien-Haarwasch-Variante anscheinend sehr gut, ich gehöre allerdings offensichtlich nicht dazu. 

Dank meines experimentierfreudigen Wesens habe ich versucht sowohl mit dem Sud, als auch mit den getrockneten Kastanien in Pulverform die Haare zu waschen. Von der Pulvervariante rate ich an dieser Stelle dringend ab. Es ist verdammt schwer, die Kastanienstück wieder aus dem Haar zu bekommen. Ich habs ausporbiert, damit ihr es nicht machen müsst.

Aber egal, welche Variante ich ausprobiert habe, die Haare sind einfach für mich nicht zufriedenstellend sauber geworden. Sie waren nach dem Waschen immer noch fettig. Das soll nicht so sein und das war auch wirklich unangenehm. Außerdem ließen sich meine Haare schlecht kämmen und ich hatte das Gefühl, als wären irgendwelche Rückstände in den Haaren geblieben. Und das trotz sauren Nachspülens.

Fazit: Ausprobieren kostet nichts (in dem Fall tatsächlich nicht), aber Kastanien sind für mich definitiv nicht zum Haarewaschen geeignet. Bleibt mehr übrig zum Wäschewaschen.