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Thứ Hai, 9 tháng 6, 2014

Plastikfreier Online-Shop - plasticarian.at

Pure Organic Shea Butter, einen Lippenpflegestift und ein Gefäß aus Bambus haben wir von plasticarian.at zum Testen bekommen.

Es ist schon eine Weile her, dass Nina von plasticarian uns ein paar Produkte zum Testen geschickt hat. Jetzt kommt endlich der Testbericht (entschuldige, Nina, für die lange Wartezeit) und am Ende könnt ihr mit ein bisschen Glück 10% bei plasticarian.at sparen. 

Mittlerweile scheint die Idee vom Plastikverzicht bei vielen Menschen angekommen zu sein. Es gibt nicht mehr nur immer mehr Plastikvermeider, sondern auch Onlineshops und Kaufhäuser, die dem Plastik den Kampf ansagen.

Was ist plasticarian.at?

Jemand, der versucht  1. auf Plastik zu verzichten,  oder  2. seinen Plastikkonsum zu reduzieren.
Bild von plasticarian.at

Plasticarian ist ein österreichischer Onlineshop, der ausschließlich plastikfreie Produkte vertreibt. Die Geschichte von Nina und ihrer Familie ist ähnlich wie unsere. Irgendwann stößt man auf die Gefahren von Plastik und weiß man einmal Bescheid, kann man nicht mehr wegsehen. Bei uns führte das zu unserem Blog, bei Nina und ihrer Familie zu dem Shop. Das Motto: einfach ohne Plastik

Was gibt es im Onlineshop?


Lippenpflege mit Vanilleduft in Pappverpackung

Bei plasticarian.at findet ihr plastikfreie oder plastikarme Produkte von der Trinkflasche über Kosmetik bis hin zum Töpfchen. 
Vieles besteht aus Bambus, Holz oder Edelstahl. 
Dabei sind bekannte Marken wie Klean Kanteen, aber auch eher unbekannte Marken, die es auf dem deutschsprachigen Markt bisher noch nicht gab, wie zum Beispiel Organic Essence, von denen wir Shea Butter und Lippenpflege testen konnten. 

Rahmenbedingungen


Wir haben von Nina die Produkte zum Testen direkt zugeschickt bekommen, so dass ich nicht viel über Lieferung und Versandkosten berichten kann. Kurz will ich trotzdem was dazu sagen. 

plasticarian liefert innerhalb Österreichs und nach Deutschland. Die Versandkosten in Österreich liegen bei 4,90€, nach Deutschland kostet der Versand 8,90€. Da ist es sicherlich sinnvoll, gleich mehrere Dinge zu bestellen. Auch versendet wird übrigens plastikfrei soweit das möglich ist. 

Bezahlen kann man in dem Shop per Vorkasse, Überweisung, PayPal oder Kreditkarte. Zusatzkosten entstehen in keinem Fall. 

Die Produkte zum Testen


Ganz ohne (Bio-)Plastikmüll kam die Bestellung nicht aus. Die Sheabutter und der Lippenpflegestift waren mit Bioplastikfolie verschlossen.

Wir haben also von Nina Sheabutter, einen Lippenpflegestift und eine Aufbewahrungsdose aus Bambus zum Testen zugeschickt bekommen. Das ging ganz unkompliziert und schnell. 

Das Paket war plastikfrei gestaltet, der Inhalt kam nicht ganz ohne Plastik aus. Allerdings handelt es sich dabei um Bio-Plastik auf Basis von Pflanzenstärke. Auf dem Bild oben seht ihr, was an Plastikmüll übrig geblieben ist. Das ist auf jeden Fall weniger, als bei herkömmlichen Produkten. 

Sheabutter von Organic Essence


Als ich die Sheabutter öffnete, dachte ich kurz "Oh nein, Patchuli". Nicht mein Lieblingsduft, aber der Geruch verflog ganz schnell und die Sheabutter riecht ganz neutral wie Sheabutter eben riecht. 

Da die Sheabutter nicht behandelt ist, ist sie ein bisschen krümelig. schmilzt aber gut, wenn man sie in den Händen verreibt. Ich habe schon vorher Sheabutter benutzt, weiß also, dass sie meiner Haut gut tut. -Eigentlich nimmt man Sheabutter nur an besonders trockenen Hautstellen, weil sie sehr gehaltvoll ist. Da meine Haut dank Neurodermitis allerdings ein einziges Trockengebiet ist und ich recht viel Körper habe, hat die Sheabutter nicht allzu lange gehalten. Tut sie nie. Auch bei Matthias' trockenen Stellen hat die Creme gut geholfen und er hat sie gerne benutzt. 

Inhaltsstoffe: Organic certfied (Shea) Butter. Die Hintergrundgeschichte auf der Packung: Ein Wal, der angespült wurde und Plastik im Magen hatte, hat die Macher_innen zum Nachdenken angeregt.

Sowohl die Sheabutter, als auch der Lip Balm sind vollständig in Pappe verpackt, so dass sie komplett kompostierbar sind. 

Lip Balm von Organic Essence


Der Lippenpflegestift besteht hauptsächlich aus Bienenwachs, ist also nicht vegan. 
Besonders witzig, finde ich den Mechanismus, wie man den Stift nach oben bekommt, wenn immer mehr verbraucht wird. Man drückt ihn einfach. Das funktioniert erstaunlich gut. Die Kappe schiebt man einfach nur auf, das geht auch erstaunlich gut. Gutes kann so einfach sein und hier gilt wirklich 'form follows function'.

Wirklich nach Vanille riecht der Lip Balm nicht, aber er pflegt gut und um den werden Matthias und ich und garantiert noch streiten (aber hey, ich schreibe den Artikel, ich krieg den Stift, nicht wahr?). 

Zusammen mit der Sheabutter gibt es einen kleinen Holzapplikator.

Vorratsdose aus Bambus von BIOBU


Die Bambusdose wollte ich unbedingt haben. Eine Vorratsdose aus Bambus, die für Lebensmittel geeignet und auch noch spülmaschinenfest ist. Sehr cool. Wirklich getestet habe ich sie allerdings noch nicht. Was ich ziemlich cool finde, ist dass es von der Firma BIOBU, von der die Dose ist, auch alles mögliche andere Geschirr gibt. Becher zum Beispiel oder Kinderschalen. 

Ich denke, ich werde die Dose für Nüsse oder Trockenfrüchte benutzen oder vielleicht verwende ich sie auch als Becher. Mit dem Korkdeckel ist sie für den Sommer dafür ziemlich gut geeignet, wenn man Insekten abhalten will. 

Rabatt bei plasticarian.at


Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, habt ihr euch auch was verdient. Uns hat Nina von plasticarian die Produkte netterweise kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Für euch hat sie noch 10% Rabatt draufgepackt. Genauer gesagt für die ersten 20 Bestellungen, die den Rabatt-Code unten benutzen. Pro Kunde ist der Code nur einmal anwendbar. 

O5RKKQXT - plasticarian.at

Ich bin gespannt, wie ihr das Angebot wahrnehmt und wie eure Erfahrungen mit dem Shop ausfallen. Schreibt dazu gerne einen Kommentar oder eine Mail an uns. 

Thứ Hai, 14 tháng 4, 2014

Plastikfreies Passiertuch - Warum und Woher?

Ein Passiertuch aus Leinen über einem Metallsieb.

Was ist eigentlich ein Passiertuch? Wozu braucht man sowas? Und gibt es das auch plastikfrei? Und woher bekommt man das plastikfrei?

Alles Fragen, die ihr euch nicht mehr stellen müsst, weil wir sie uns gestellt haben. 

Was ist eigentlich ein Passiertuch?


...und wie kommt man eigentlich darauf, sich diese Frage zu stellen? 

Ich habe das erste Mal von Passiertüchern gehört, als ich anfing mehr und mehr in der Küche selber zu machen. Ganz konkret bei der Herstellung von Apfelsaft oder Nussmilch fiel immer mal wieder der Begriff Passiertuch. 

Ein Passiertuch ist ein feinmaschiges Tuch, durch das man Pflanzenmilch, Säfte, Gelee oder Soßen passieren kann. Also so etwas ähnliches wie ein Sieb, nur noch feiner. 

Wozu braucht man ein Passiertuch?


Ich habe bisher immer mit Baumwolltaschentüchern gefiltert, wenn ich Saft oder Nussmilch gemacht habe. 

Das geht als Ersatz für so ein Passiertuch auch ganz gut, aber je nachdem wie man das Tuch wäscht, hat es einen komischen Eigengeschmack, der mit in die Milch oder den Saft übergeht. 

Ganz am Anfang habe ich noch mit Geschirrtüchern gefiltert, aber das schmeckte mir dann doch recht schnell zu eigen. Die Taschentücher waren feiner und funktionierten mindestens genauso gut. 

Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass ich Nuss- oder Pflanzenmilch selber mache. Auch Saft wird bei uns ab und zu noch gefiltert, obwohl wir mittlerweile einen Entsafter haben. 

Also wollte ich eine Alternative, die garantiert keinen Eigengeschmack abgibt und für noch bessere Filterergebnisse sorgt.  

Das ganze Passiertuch war sehr groß.

Gibt es das auch plastikfrei?


Passiertücher gibt es aus allen möglichen Materialien. 
Lustigerweise werden Passiertücher aus Polyester aka Plastik als "hygienische Alternative zu Baumwolle" angepriesen. 

Es gibt sogar Einmal-Passiertücher, die besonders "hygienisch" sein sollen. Die werden nach einmaliger Benutzung einfach weggeworfen. Yay, Wegwerf-Gesellschaft. 

So etwas ähnliches wie ein Passiertuch ist übrigens auch der Nut Milk Bag oder Nussmilchbeutel. Das ist wie ein Passiertuch, nur oben zum Zuziehen und (ganz augenscheinlich) nur für Nussmilch. Der Nachteil daran ist, dass es das fast nur aus Plastik zu geben scheint. Da halte ich das (multifunktionale) Passiertuch für die bessere Alternative. 

Ich konnte mich also zwischen einem Passiertuch aus Baumwolle oder Leinen entscheiden. 

Weil ich mit Baumwolle und Eigengeschmack ja schon Erfahrungen gemacht hatte, habe ich mich für ein Leinentuch entschieden. 

Ich habe das Passiertuch geviertelt. Die Schnittkanten auf dem Bild sind noch ausgefranst und nicht genäht.

Mein Passiertuch


Mein Passiertuch habe ich auf amazon gefunden, ich vermute aber auch stark, dass man in gut sortierten Kaufhäusern ebenso Passiertücher bekommt. Es ist aus gebleichtem Rohleinen und unglaublich groß.

Die  Maßangabe mit 80 x 95cm habe ich wohl glatt überlesen beim Bestellen. Aber das erklärt auch die knapp 17€, die ich ausgegeben habe. 

Das ganze war wirklich so groß, dass ich es erst mal zurecht geschnitten habe. Ein Viertel des Tuches reicht mir völlig. Also falls noch jemand ein Stückchen braucht... ich hab da noch was übrig...

Damit das ganze nicht ausfranst, habe ich die Schnittkanten einfach mit ein paar Stichen umgenäht. Das geht bestimmt mit Nähmaschine schneller und ordentlicher, funktioniert aber auch per Hand. 

Das Passieren geht wirklich sehr gut. Tolle Größe, kein Eigengeschmack
Das Tuch ist kochfest, so dass auch die Reinigung kein Problem ist. So viel zum Thema Hygiene. 

Thứ Bảy, 5 tháng 4, 2014

Stärke als Trockenshampoo

Speisestärke im Pappkarton von Bauck Hof.

Dass man Lavaerde als Trockenshampoo verwenden kann, haben wir vor einer ganzen Weile ja schon mal getestet. In den Kommentaren und auf anderen Seiten haben wir dann erfahren, dass man auch andere Materialien als Trockenshampoo benutzen kann. Speisestärke zum Beispiel.

Auch etwas, das man ganz leicht plastikfrei im Karton oder im Glas bekommt. Mittlerweile steht bei uns die Stärke fast öfter im Bad als in der Küche.

Was ist Trockenshampoo?

Trockenshampoo ist super praktisch, wenn man mal keine Zeit oder Lust hat, die Haare zu waschen. 

In den Siebzigern war chemisches Trockenshampoo aus der Dose mal ganz modern, ist dann aber wieder verschwunden. Vor kurzem hatte das praktische Pulver kurz wieder ein Comeback, ich glaube aber, es konnte sich nicht so richtig durchsetzen. 

Im Grunde verteilt man das Pulver im fettigen Haar, bürstet das ganze ordentlich aus und fertig. 

Und wie funktioniert das mit Stärke?

Im Grunde genauso wie mit "normalem" Trockenshampoo. Ich tauche meine Finger in die Stärke - übrigens benutze ich Maisstärke, Kartoffelstärke geht auch - und verteile das Pulver am Haaransatz. Damit die Stärke das Fett gut aufnimmt, massiere ich sie ein bisschen ein. 

Die Stärke im Haaransatz verteilen und ein wenig einmassieren.


Dann bürste ich die Haare gut mit der Wildschweinbürste aus (Sisal funktioniert auch für alle, die auf Tierisches verzichten). Das macht man am besten über dem Waschbecken oder in der Badewanne oder Dusche. 

Wenn alles Weiß rausgebürstet ist, ist das Fett aus den Haaren verschwunden. Bei meinen hellen Haaren klappt das natürlich ohne Probleme, dass Speisestärke aber auch für dunkle Haare geeignet ist, zeigt Lisa auf Experiment Selbstversorgung

Wenn die Stärke rausgebürstet ist, ist das Haar wieder fettfrei und glänzend.

Stärke als Trockenshampoo - Fazit

Für viele ist Stärke wohl einfacher zu bekommen und vielseitiger verwendbar als Lavaerde. Und als Trockenshampoo funktioniert sie ebenso gut. 

Trotzdem verhalten sich die Haare nicht wie frisch gewaschen, das Gefühl und das Handling ist anders und natürlich riechen die Haare auch nicht nach frisch gewaschen. Aber als Notfallvariante finde ich Speisestärke großartig und nutze sie auch ab und zu. 

Kakao, Kaffeepulver und Mehl sollen übrigens ebenso funktionieren. 

Thứ Sáu, 25 tháng 1, 2013

Plastikarmes Körperöl statt Bodylotion


Über meine Pflegeroutine habe ich ja schon ein bisschen was geschrieben. Zum Beispiel, wie ich meine Haare wasche oder warum Kokosöl bei mir im Bad nicht fehlen darf, wie ich mich abschminke oder wie man eine plastikfreie Haarentfernung hinkriegt. Die Artikel sind immer recht beliebt (besonders die Haar-Posts), deshalb werde ich das ganze noch ein bisschen ausweiten und erzähle euch einfach noch ein bisschen mehr zur Körperpflege. 

Meine Haut ist sehr trocken und ich habe seit der Geburt immer mal wieder mit Neurodermitis zu tun, so dass ich wirklich nicht um regelmäßiges Eincremen und Pflegen der Haut herum komme. Besonders nach dem Duschen braucht  meine Haut Aufmerksamkeit und Pflege, sonst spannt und juckt sie wie verrückt. 

Früher stand die obligatorische Bodylotion neben der Dusche im Bad. Natürlich Plastik.Und mit starkem Geruch. Habe ich mich eigentlich schon mal darüber ausgelassen, wie merkwürdig ich es finde, mit wie vielen  unterschiedlichen Gerüchen wir uns täglich so eindieseln. Im schlimmsten Fall riechen Duschgel, Shampoo und Spülung (unterschiedlich), dann noch Bodylotion, Gesichtscreme, Deo und vielleicht hat das Makeup auch noch einen Eigengeruch. Tausend Gerüche, nur nicht nach Mensch. Ich bin auf jeden Fall immer froh, wenn ich mich diesem Geruchsirrsinn entziehen kann. Aber zurück zum Thema. 

Seit einiger Zeit benutze ich statt plastikverpackter Bodylotion plastikfreies Körperöl. Das gibt es in Glasflaschen mit mal mehr, mal weniger Plastik am Spender. 

Am Anfang habe ich kurz nach unserem Entschluss plastikfrei zu leben zur Drogerie-Variante gegriffen. Es gibt zum Beispiel von alverde günstige Körperöle in der Glasflasche. Die haben eine große Auswahl mit vielen verschiedenen Duftrichtungen und angeblichen Wirkungen. 

Der Pumpspender, mit dem man bei den alverde Körperölen immer genau eine Portion Öl aus der Flasche auf die Hand befördern kann, ist praktisch, bringt aber immer noch vergleichsweise viel Plastik mit sich. 
Trotzdem kann Körperöl aus der Drogerie vergleichsweise gut und günstig. Das kann eine gute Alternative zur Bodylotion sein, wenn der Geldbeutel schmal ist. 


Außerdem habe ich eine Zeit lang ein Körperöl von Logona verwendet. Etwas teurer als die Drogerie-Marke, dafür kann man sich der Qualität aber auch sicher sein. 

Hier war der Geruch des Öls schon deutlich dezenter, es zog immer gut ein und eigentlich war ich recht zufrieden. Allerdings war der Plastikanteil immer noch höher, als ich das eigentlich wollte. Also weiter suchen. 



Durch Zufall haben wir dann in einem kleinen Reformhaus das Öl gefunden, dass ich zur Zeit verwende: Das Mandel-Öl von Bergland (Bild oben)

Ich mag das Öl wirklich sehr gerne. Es riecht so gut wie gar nicht, vor allen Dingen nicht parfümiert, ist sehr angenehm auf der Haut und zieht gut ein. 

Und der Plastikanteil an dem Produkt ist sehr gering. Der schöne Holzdeckel ist innen mit etwas Plastik geschützt, außerdem ist der Schlauch, in dem das Öl aus der Flasche kommt, aus Plastik, der ist aber sehr kurz gehalten. Hinzu kommt, dass das Bergland-Öl als einziges Körperöl nicht zusätzlich in einem Pappkarton steckt. Auch wenn es wenig erscheint, kann man hier doch noch ein wenig mehr Müll sparen. 

Wer noch mehr sparen will, der oder die kann auch einfach das schon erwähnte Kokosöl statt Bodylotion benutzen. Das funktioniert auch wunderbar, allerdings zieht Kokosöl nicht ganz so schnell ein wie Mandelöl. 

Außerdem eignen sich auch diverse Speiseöle zur Körperpflege. Ich mag allerdings mein Mandelöl lieber. Das lässt sich übrigens auch wunderbar zum Massieren verwenden...

Thứ Ba, 29 tháng 5, 2012

Testbericht: Lavaerde als Trockenshampoo

Trockenshampoo ist ja in aller Munde. Eine ganz neue Entdeckung aus den Siebzigern erobert die  Drogeriemärkte des Landes. Mit Trockenshampoos, so das Versprechen, werden die Haare ohne zu Waschen sauber und sehen gepflegt aus. Dabei soll das Wundermittelchen allerdings nicht das Haarewaschen ersetzen, sondern eher als Notlösung zwischen zwei Haarwäschen dienen. 
Dass das klappt beweisen zahlreiche Berichte im Internet, Videos auf YouTube, und und und. 

Warum man sich aber teures Trockenshampoo (am besten noch in der Sprühdose) kaufen sollte, erschließt sich mit nicht. Da gibt es doch natürlichere, verpackungsärmere und schonendere Varianten von Trockenshampoos. Getestet haben wir die Version Lavaerde

Wie funktioniert Lavaerde als Trockenshampoo?

Oben auf den Bildern seht ihr die Vorher-Nachher-Ergebnisse bei Matthias und mir. 

In der Anwendung ist das ganze recht einfach: Ein wenig Lavaerde auf den Ansatz geben, einmassieren, ausbürsten. Fertig. 

Wie sehen die Haare aus?

Das Ergebnis sind Haare, die nicht mehr fettig sind. Allerdings sind sie auch nicht frisch gewaschen und das merkt man auch. Sie sind störrischer als frisch gewaschene Haare, fast so, als hätte man irgendwelche Stylingprodukte im Haar. Vom Aussehen gehen sie allerdings glatt als frisch gewaschen durch. 
Ich habe schon öfter Lavaerde als Trockenshampoo benutzt. Mit der Methode kann man das nächste Waschen noch mal um 2-3 Tage hinauszögern. 

Matthias musste übrigens testen, weil ich wissen wollte, ob bei dunklen Haaren ein Film zu sehen ist oder die Haare heller werden. Werden sie nicht. Allerdings war Matthias nach anfänglicher Euphorie dann doch nicht so überzeugt und hat sich am nächsten morgen die Haare gewaschen. Für ihn fühlten sich die Haare komisch und nicht wirklich sauber an. Mich stört das nicht sonderlich. Ich kann meine Haare ja aber auch zum Zopf binden. 

Neben Lavaerde soll man übrigens auch Babypuder oder Maisstärke (oder auch Vanillepuddingpulver) als Trockenshampoo benutzen können. 

Fazit - Lavaerde als Trockenshampoo

Wenn es schnell gehen muss, ist Lavaerde als Trockenshampoo eine Alternative zum Haarewaschen. Allerdings sollte es eine Notlösung bleiben. 

Chủ Nhật, 15 tháng 4, 2012

Putzen ohne Plastik: Fenster














Der Frühling kommt und mit ihm auch der Frühjahrsputz. Endlich wieder eine Jahreszeit, in der es sich lohnt, aus dem Fenster zu schauen (auch wenn unsere Aussicht nicht die schönste ist). Deshalb mussten am Wochenende Fenster geputzt werden. Nicht grade meine Lieblingsaufgabe, besonders weil ich Fensterputzen immer mit viel Arbeit verbinde. Ja, auch als ich noch den extra Fensterputzreiniger aus der Plastikflasche benutzt habe. Immer blieben Schlieren und ich musste wie blöde nachwischen. Mittlerweile ist auch das chemische Putzmittel alle und es ging das erste Mal ans plastikfreie Fenster putzen. Falls ihr euch jetzt wundert... ja, ich putze selten Fenster, nur wenn es wirklich sein muss.

Meine ersten Versuche mit reinem Wasser und Zitrone waren eher mäßig. Schlieren und ein steifer Arm war das Resultat nach dem ersten Fenster. Gott sei Dank erinnerte ich mich dann an einen Tipp von Rebecca vom Mückeblog

Meine Rettung: Eine ganz einfache Wasser-Essig-Lösung. Bitte fragt mich jetzt nicht nach Mischverhältnissen, ich habe einfach einen Schuss Essigessenz in meine 1-2 Liter Leitungswasser gegeben und drauf los geputzt. Und es ging super. Sogar ohne großen Aufwand schlierenfrei. Ich bin sehr begeistert. 

Die Zitrone hab ich übrigens auch nicht umsonst aufgeschnitten. Fliegendreck und Ablagerungen von Topfpflanzen gingen super weg, nachdem ich mit der halben Zitrone drüber gegangen bin. Das war mit der Wasser-Essig-Lösung alleine nicht zu schaffen. 

Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden mit dieser so einfachen Methode. Bei den beiden Wohnzimmerfenstern, dem ersten und zweiten, das ich geputzt habe, sieht man den Unterschied ganz deutlich. Das erste hab ich einfach nicht schlierenfrei bekommen, das zweite (mit der Wasser-Essig-Lösung) sieht nahezu perfekt aus.

Thứ Hai, 2 tháng 4, 2012

Testbericht: Savion Haarseife Hairpower

Nach dem Debakel mit der Haarseife von Lush, habe ich mich endlich mal wieder ans Testen gewagt. Das Haarewaschen mit Lavaerde oder Natron gehört zwar immer noch zu meinen Favoriten, aber die beiden Pulver lassen sich furchtbar schlecht mitnehmen, wenn man mal unterwegs ist. Deshalb durfte mich Haarseife von Savion auf meinen Reisen begleiten (die ein oder der andere hat das Shampoo vielleicht schon aus meinem selbstgemachten Haarseifen-Behältnis hervorblitzen sehen). 

Entschieden habe ich mich für die Hairpower Brennessel Seife mit Rosmarin- und Zitronenöl. Eigentlich ist das Shampoo für normales bis trockenes Haar. Zur Erinnerung: Ich habe eher fettige Haare. Nichtsdestotrotz funktioniert die Haarseife bei mir sehr gut. Zwar schaff ich im Gegensatz zur Lavaerde mit der Brennessel-Seife nur zwei Tage, bis ich mir die Haare wieder waschen muss, aber die Haare werden sauber und fühlen sich gut an. Ich muss zugeben, ich habe mich vorher nicht ordentlich informiert... Und da ich bei meinen fettigen Haaren schon gute Erfahrungen mit Rosmarin-Shampoo gemacht habe, dachte ich, das kann hier auch nicht verkehrt sein. Ist es auch nicht. Aber das nächste mal teste ich wohl doch die Citrus-Seife für fettige Haare. Allerdings liebe ich den Rosmarin-Duft. 

Das tolle bei den Savion-Seifen: Die Inhaltsstoffe. Hier ist tatsächlich alles natürlich und ein hoher Anteil an Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. Kurz innegehalten habe ich bei der Zutat Palmöl. Ich versuche Palmöl so gut es geht zu vermeiden, da die Zerstörung von Urwäldern nicht wirklich zu meinem grünen Gewissen passt. Auf der Seite von Savion findet man zu der Thematik auch eine Stellungnahme. Ich glaube, dass sich da wirklich Gedanken gemacht wurden, also kann ich das bisschen Palmöl aus kontrolliert biologischem Anbau verkraften. Wer nicht im Internet bestellen mag, findet bestimmt einen Händler in seiner Nähe. 

Fazit: Die Hairpower Brennessel Seife funktioniert wunderbar. Riecht gut, macht die Haare sauber und lässt sich einfach auf Reisen mitnehmen. Tolle Inhaltsstoffe und kontrolliert biologischer Anbau sprechen für sich. Empfehlung!

Chủ Nhật, 18 tháng 3, 2012

Haare waschen mit Natron

Nur mit Natron und Wasser die Haare waschen? Klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Ich war mal wieder todesmutig und hab es für euch getestet.

Der erste Versuch mit Natron

Mein erster Versuch ist absolut missglückt. Ich habe dafür einen Esslöffel Natron auf ca. 1 Liter Wasser aufgelöst und schlückchenweise ins Haar einmassiert, dann ausgewaschen und mit saurer Rinse (2 Esslöffel Apfelessig auf 1 Liter Wasser) nachgespült. Viel Arbeit, furchtbares Ergebnis. Meine Haare sind eigentlich recht unkompliziert, fetten aber schnell nach. Mit dieser Mischung wurden meine Haare überhaupt nicht sauber, sondern hatten noch einen unangenehmen Fettfilm. Also hab ich Natron erst mal wieder aus meiner Kosmetiksammlung verbannt.

Noch einmal von vorne

Dann gab es auf dem Blog allerdings immer wieder Kommentare, die die Natron-Methode anpriesen und ich wurde neugierig. Vielleicht habe ich doch was falsch gemacht. Ich habe mich bei meinem zweiten Versuch an die Methode gehalten, die ein*e nette*r anonyme*r Leser*in in einem Kommentar beschrieben hat:


"[...] ich selber löse 1EL Natron in 100ml lauwarmen Wasser auf (in einer alten Schampoo-Flasche) und matsch mir das Zeug auf die Kopfhaut. Meine hüftlangen Haaren düdel ich immer zusammen (mach so einen eingeschneckten Dutt mit einem Haargummi im Nacken) damit das Natronzeug nicht auf die Haarlängen kommt (Haarlängen brauchen ja nie gewaschen zu werden, auch nicht mit Schampoo, da reicht, was beim auswaschen dran runterrinnt). Dann lass ich das Natron 2-5 Minuten einwirken und spüls aus. Danach spül ich mit einer Essig-Rinse nach. [...]"

Und tatsächlich, so funktioniert es. Wirklich. Die Haare werden absolut sauber und schön weich. Es ziept zwar ein bisschen beim Durchkämmen, aber die Kämmbarkeit ist insgesamt doch sehr gut. Wieder waschen muss ich nach zwei bis drei Tagen.
Ich hätte nicht gedacht, dass das wirklich geht. Im Endeffekt habe ich im Vergleich zum ersten Versuch nur die Konzentration und die Einwirkzeit erhöht. Trotzdem ist das Ergebnis um Längen besser.

Natron für die Haare

Jasmin hat allerdings in einem anderen Kommentar geschrieben, dass Natron die Haarstruktur zerstöre. Beim Suchen im Internet habe ich fast nur Seiten und Kommentare gefunden, die das abstreiten. Wichtig ist die saure Rinse nach dem Waschen, damit sich die Schuppenschicht wieder schließen kann. Um ganz sicher zu gehen, werde ich meine Friseurin fragen und euch dann berichten. 

Thứ Tư, 22 tháng 2, 2012

Testbericht: Rasierpinsel und Rasierseife

Zu Weihnachten hatte mir Stellas Mutter eine Rasierseife mit passender "Aufbewahrungsbox" geschenkt. Kurze Zeit später hab ich mir dann noch einen passenden Rasierpinsel besorgt.  Vor einiger Zeit hatte ich die Rasiercreme von Lush ausprobiert, womit ich nicht so ganz glücklich war (man hatte immer das Gefühl das es nicht zu 100% klappte). Warum mich jetzt der Rasierpinsel umso mehr überzeugt hat, erfahrt ihr hier

Prinzipell ist  die Handhabung ganz einfach: Pinsel nass machen, mit schnell-kreisenden Bewegungen die Rasierseife aufnehmen und dann das Gesicht mit genau der gleichen kreisenden Bewegung (nur langsamer) einseifen. Die Pinselhaare (in meiner Ausführung Dachshaar) wirken dabei im ersten Augenblick ungewohnt, nach kurzer Zeit möchte man allerdings diese "Massage" der Haut nicht mehr missen. Die Schaumentwicklung ist ganz ordentlich wenn auch nicht so stark wie bei herkömmlichen Rasiercremes oder Schaum. Das muss es allerdings auch nicht, das Rasieren funktioniert ganz wunderbar. Nach dem Rasieren sollte man den Pinsel gründlich ausspülen und kann ihn dann, wie die Rasierseife trocknen lassen.

Fazit: Mich hat meine Rasierpinseln/ feste Rasierseife Kombination restlos überzeugt. Alles ist aus natürlichen Rohstoffen ganz ohne Plastik. Es sieht toll aus funktioniert wunderbar und fühlt sich auch noch gut auf der Haut an.

Den Rasierpinsel sowie die Seife nebst Behältnis gibt es beim "Historical Barber".

Thứ Hai, 6 tháng 2, 2012

Zähneputzen ohne Plastik - Der Miswak

Eine der Sachen, die uns schon lange umtreiben ist einen guten Ersatz für Zahnbürsten zu finden. Nun hatte mir Stella zu Weihnachten einen Miswak-Zweig geschenkt und mittlerweile bin ich dazu gekommen, ihn zu testen. 

Bevor man den Zweig benutzen kann, sollte man ihn für mindestens einen Tag einweichen. Das ist notwendig, da er sonst nicht richtig zerfasert und nicht zu einer Art Bürste wird.

Nachdem man ihn also eingeweicht hat und es Zeit wird Zähne zu putzen, muss man ein kleines Stück erst mal anknabbern. Danach hat man ein wenig Rinde im Mund die man entweder ausspuckt aber auch runterschlucken kann (was ich allerdings noch nicht gemacht habe). Übrig bleibt das faserige Innere des Miswak, das, wie schon angesprochen, als Bürste genutzt werden kann. Damit kann man sich nun die Zähne putzen, am besten immer mit kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch weg (von "rot" nach "weiß"). Aufgrund der Größe bietet es sich an jeden Zahn einzeln zu putzen. Dabei sollten auch die Kauflächen und die Hinterseite der Zähne nicht vergessen werden, auch wenn letzter etwas schwer zu erreichen ist. Am besten, man nutzt aus, dass der Miswak biegsam ist und versucht so an die Zahnhinterseiten ran zu kommen. Auch die Zunge kann man sich mit dem Zweig putzen. Nach dem Zähneputzen sollte man den Zweig gründlich ausspülen. Nach drei Tagen ist die "Bürste" abgenutzt und man sollte sie abschneiden und eine neue "ankauen". Ein Zweig soll (ich selbst konnte es noch nicht testen) etwa 4 Wochen reichen.

Der Geschmack des Miswaks ist etwas gewöhnungsbedürftig aber auch nicht unangenehm oder besonders intensiv. Natürlich sind diese Eindrücke subjektiv. Für mich schmeckt es entfernt nach Gras (oder besser gesagt, so wie Gras riecht).

Wie funktioniert nun der Miswak? Der Witz am Miswak-Holz ist, dass es unter anderen eine große Menge an Flourid enthält und somit Zahnbürste und Zahnpasta in Einem ist. Auch deshalb sollte man die Bürste regelmäßig abschneiden, weil die Flouride natürlich nach einiger Zeit verloren gehen. Die Zweige werden schon seit dem Altertum zum Zähneputzen verwendet.

Fazit: Der Miswak-Zweig ist gegenüber der Zahnbürste eine ziemliche Umstellung, schon deshalb weil man die "Bürste" vorne dran hat und sie nicht seitlich absteht, was das Putzen doch etwas erschwert. Doch nach einer kurzen Umgewöhnungszeit hat man sich daran gewöhnt und ist aufgrund der Biegsamkeit des Astes etwas geschickter. Negativ ist mir aufgefallen das der Ast im Laden einzeln in Plastik verpackt angeboten wird. Ist zwar immer noch weniger als eine Zahnbürste und vor allen hat man das Zeug nicht im Mund, schade ist es trotzdem. Aber vielleicht finden wir noch andere Anbieter.

Stella hat meinen Miswak in einem Orientshop in unserer Stadt gekauft, es gibt aber auch die Möglichkeit, ihn beim Waschbär zu bestellen. Da liegt allerdings der Mindestbestellwert bei 25€, lohnt sich also nur wenn man sowieso was bestellen will.

Thứ Hai, 23 tháng 1, 2012

Bürste ohne Plastik - Die Wildschweinborsten-Bürste

Weihnachten lag für mich eine Bürste mit Wildschweinborsten unter dem Gabentisch
Ich habe lange überlegt, ob ich mir eine (nichtvegane) Wildschweinbürste oder eine (vegane) Sisalbürste wünschen soll. Beides Naturbürsten. Letztendlich habe ich mich für die Wildschweinborsten-Bürste entschieden, da sie einige Vorteile bietet. 

Vorteile: Wildschweinborsten sollen besonders sanft zu Kopfhaut und Haar sein. Angeblich nehmen sie gut das Haarfett auf und verteilen es bis in die Spitzen. Das soll die Haare schön zum glänzen bringen und das Haarewaschen länger rauszögern. Außerdem soll die Wildschweinbürste Schmutz und Ablagerungen gut aus den Haaren entfernen. Irgendwo hab ich sogar gelesen, dass das Bürsten mit Wildschwein das Haarwachstum anregen soll. 

Nachteile: Wildschweine werden ihrer Borsten beraubt. Und leider konnte ich nicht rausfinden, ob die Schweine dabei tot oder lebendig sind. Bei dickem, lockigem Haar soll die Wildschweinbürste angeblich zusätzliches Volumen zaubern, was anscheinend selten gewünscht ist. Und Bürsten aus Wildschweinborsten (wenn es gute sind) sind recht teuer. 

Weihnachten ist jetzt fast einen Monat her und ich habe meine Wildschweinbürste täglich benutzt und möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten. 

Ein riesengroßer Vorteil für mich ist natürlich, dass die Bürste ohne Plastik auskommt. Vorher hatte ich eine Holzbürste von dm, die schon recht plastikfrei war. Allerdings steckten die Borsten immer noch in so einer Gummischicht. Das hat die Wildschweinbürste nicht. Die Borsten stecken direkt im Holz. Großes Plus. 

Die Borsten fühlen sich tatsächlich besonders sanft an. Sie massieren die Kopfhaut schön und kommen auch gut durchs Haar, auch wenn die Borsten sanfter sind als bei "konventionellen" Bürsten. Allerdings sollte man Wildschweinbürsten nicht bei nassen Haaren anwenden. Nach dem Waschen die Haare entweder mit einem groben Kamm (ich nehme die dm-Holzbürste) entwirren oder ungekämmt trocken lassen und dann bürsten. Das klappt tatsächlich. Früher dachte ich ja immer, wenn man die Haare nicht gleich nach dem Waschen kämmt, kommt man im trockenen Zustand gleich gar nicht mehr durch. Das Gegenteil ist der Fall, nach dem Trocknen lassen sich die Haare viel einfacher kämmen <---- Meine Erfahrung. 

Schönen Glanz bringt die Wildschweinbürste auf jeden Fall. Und nicht so Fettglanz, sondern wirklich schönen. Und wahrscheinlich liegt das tatsächlich daran, dass Talg und Fett besser vom Ansatz in den Haaren verteilt werden. Ich, die ich früher jeden Tag die Haare waschen musste, schaffe es mittlerweile, mit der Kombination aus Lavaerde und Wildschweinborsten, mit zwei bis drei mal Waschen in der Woche auszukommen, ohne dass ich mich unwohl fühle, und ohne dass ich schief angeguckt werde. Manchmal ist es sogar so schön, dass ich am zweiten Tag die Haare noch offen lassen kann. 

Thema Schmutz und so. Die Wildschweinbürste muss man oft säubern, weil sie tatsächlich viel Staub und Ablagerungen vom Tag aus den Haaren entfernt. Das geht ganz gut mit einem Kamm, ein bisschen Wasser und mildem Shampoo, macht allerdings ein bisschen Arbeit. Schön aber, dass das Zeug raus ist. 

Leider sind grade am Anfang viele Borsten abgebrochen. Mittlerweile hat sich das aber wieder etwas gelegt.  Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass ich irgendwann gar keine Bürste mehr habe, weil aller Borsten auf dem Bad-Boden liegen. Die Befürchtung ist nicht eingetroffen. 

Fazit: Wildschweinborsten sind toll und womöglich eine der besten Sachen, die man seinen Haaren zumuten kann. Ich liebe und behalte sie. Danke, Schatz, für das Geschenk!


Weitere Infos: 
Meine Bürste wurde bei kostkamm gekauft. 
Ganz ausführliche Berichte und Tipps zu Wildschweinbürsten gibt es im Langhaarnetzwerk.

Thứ Bảy, 7 tháng 1, 2012

Testbericht: schönes sein - Shampoo in Glasflaschen

Ich bin ja schon seit längerem auf der Suche nach Shampoo-Alternativen, die nicht in der Plastikflasche daherkommen. In einem Kommentar zur Shampoo-Odyssee wurde uns vor einiger Zeit die Seite schoenes-sein.de empfohlen, auf der man Shampoo in Glasflaschen kaufen kann. 

Wie ihr sehen könnt, habe ich mir ein paar Proben zuschicken lassen, um das ganze für euch zu testen. An dieser Stelle vielen Dank an Kirsten Kelting für das nette Telefongespräch und die Beratung. Der Service bei schönes sein stimmt auf jeden Fall.

Die Produktproben, die ihr übrigens gegen eine Schutzgebühr von 5€ auch bestellen könnt, wenn ihr die Shampoos gerne ausprobieren möchtet, kommen in Plastikflaschen, die allerdings wiederverwendet werden, glaube ich. Auf jeden Fall schicke ich die Fläschchen wieder zurück, wenn ich alles aufgebraucht habe. Muss ja nicht weggeworfen werden. Neben diversen Shampoos und Gesichtspflege habe ich noch eine Ansatzflasche für die Shampoos mitgeschickt bekommen.

Jetzt hatte ich schon eine ganze Weile Zeit, die Shampoos zu testen. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mir keine Notizen zu den einzelnen Shampoos gemacht habe, so dass ich nur eine allgemeine Einschätzung zu der Marke schönes sein geben kann. Asche auf mein Haupt. 
Ich habe auch noch ein paar volle Fläschchen im Badezimmer stehen, so dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. 

Sehr positiv ist mir die Einstellung bei schönes sein aufgefallen. Tipps wie "Immer wenig Shampoo verwenden"  und "vergessen Sie nicht, zum Schluss richtig kalt nachzuspülen" werden wie selbstverständlich gegeben. Außerdem beantwortet Frau Kelting Fragen sehr kompetent und steht auch beratend zur Seite.

Bei der Anwendung war ich am Anfang allerdings ziemlich enttäuscht. Die Geschichte mit der Ansatzflasche, bei der man einen Teil Shampoo mit zehn Teilen Wasser mischen soll, hat bei mir leider so gar nicht geklappt. Oder ich hab was falsch gemacht. Ein bisschen besser ging es, als ich das Gemisch auf das trockene Haar gegeben habe, zufrieden war ich damit allerdings auch nicht. Meine Haare waren nach dem Waschen immer noch fettig. Unschön.

Also Ansatzflasche in die Ecke verbannt und Shampoo normal aufgetragen. Das geht schon durchaus besser. Man braucht relativ wenig Shampoo um die Haare sauber zu bekommen und in der Regel brauchte ich nur alle zwei Tage zu waschen, ohne dass es unangenehm wurde. Eine der 10ml-Proben hatte ich über Weihnachten und Silvester mit im Gepäck. Zehn Tage hat das Shampoo ohne Probleme gereicht. Für eine Haarwäsche ist immer noch genug übrig. 

Ein bisschen stört mich, dass ich nicht weiß, was in den einzelnen Produkten für Inhaltsstoffe vertreten sind. Vielleicht steht das auf den Originalgrößen, im Internet konnte ich nur eine allgemeine Übersicht über die Inhaltsstoffe finden, die schönes sein verwendet. Die Produkte von schönes sein sind allerdings mit dem ABG Siegel zertifiziert (Austria Bio Garantie GmbH).

Die Shampoos funktionieren, sie waschen sauber und scheinen auch gut zu pflegen. Allerdings überzeugt mich die Lavaerde mehr. Zwar greift schönes sein nur auf Zuckertenside zum Reinigen zurück. Aber keine Tenside sind wohl immer noch besser als milde, natürliche Tenside. Vorteile von den Shampoos in Glasflaschen sind allerdings, dass das Anmischen wegfällt (nicht jede*r hat morgens Zeit oder Lust erst das Shampoo zusammenzumischen). Außerdem kann man es besser auf Reisen oder Ausflüge mitnehmen als Lavaerde. Allerdings ist da vielleicht das Weleda-Shampoo in der Alu-Tube noch besser, als Glasflaschen, wobei da die Waschsubstanzen wieder aggressiver sind. 

Fazit: Probierts aus. Die Shampoos von schönes sein waschen die Haare sauber und man braucht wenig Shampoo, damit hat man den Preis doch schon wieder drin. Für Menschen, die auf den Komfort von fertigem Shampoo nicht verzichten wollen, sind die Shampoos von schönes sein eine gute Alternative. Das Angebot Proben zu bestellen ist super. Ich empfehle: Probieren geht über studieren.

Thứ Bảy, 12 tháng 11, 2011

Testbericht: Haare waschen mit Lavaerde

Was ist Lavaerde?

Lavaerde, auch Wascherde oder Ghassoul oder Rhassoul genannt, hat erst mal mit Lava nicht viel zu tun, sondern ist (meist nordafrikanische) Tonerde. Lava kommt in dem Fall nämlich vom lateinischen lavare und bedeutet Waschen. Und man glaubt es kaum, diese Erde wäscht tatsächlich sauber

Meine Friseurin hat mir beim Beratungsgespräch zu Lavaerde geraten. Schonender kann man seine Haare nicht waschen, denn Lavaerde funktioniert ohne Tenside. Logona beschreibt das so: 
Das besondere Reinigungsvermögen von Lavaerde beruht auf einem rein physikalischen Wirkprinzip: In Verbindung mit Wasser quillt Lavaerde auf und entwickelt eine angenehm gelige Konsistenz. Ihre feinen Partikel haben eine besonders hohe Austauschkapazität. Das heißt, sie haben die Fähigkeit, Schmutzpartikel und überschüssiges Fett wie ein Löschblatt aufzusaugen und abspülbar zu machen. Aufgrund dieses besonders milden Waschprinzips der Lavaerde werden Haut und Haar niemals vollständig entfettet, wie es beispielsweise bei besonders aggressiven Tensidprodukten vorkommen kann. So werden bei einer Wäsche mit Lavaerde weder die natürliche Schutzschicht der Haare noch Säureschutzmantel oder Talgdrüsen der Haut angegriffen bzw. gereizt.

Wie benutze ich Lavaerde?

Für meine etwas über schulterlangen Haare mische ich drei Esslöffel Lavaerde mit der doppelten Menge kochendem Wasser, so dass die Konsistenz eher flüssig als fest ist. Je nachdem, wie sehr man die Tonerde verdünnt, nimmt sie wohl mehr oder weniger Haarfett auf. Die flüssige Konsistenz hat sich für meine doch recht schnell nachfettenden Haare gut bewährt. 

Die Erde kann man fast wie normales Shampoo anwenden. Also Haare nass machen, Lavaerde drauf, ein wenig die Kopfhaut massieren, ausspülen. Schäumt halt nicht. Irre lange Einwirkzeiten sollte man vermeiden, denn wenn die Erde antrocknet, löst sie sich schlechter wieder von den Haaren - Tipp von der Friseurin. Daher eignet sich die Lavaerde nicht als Haarmaske, obwohl man im Internet einiges davon lesen kann. Auch wenn sie nur kurz einwirkt, wäscht die Tonerde sauber.

Nach dem Waschen

Nach dem Waschen fühlen sich die Haare wunderbar weich an. Allerdings bleibt Lavaerde Erde, die auch kalkhaltig sein kann und damit man eventuelle Rückstände nicht im Haar behält, sollte man auf jeden Fall mit einer sauren Rinse nachspülen. 

Für eine saure Rinse verdünnt man Essig oder Zitronensaft mit Wasser. Am besten nimmt man dafür kaltes Wasser, denn ein kalter Guss nach der Haarwäsche sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht der Haare schließt und dass sie Haare glänzen.

Für mich hat sich eine Mischung aus zwei Esslöffeln Apfelessig auf einem Liter Wasser bewährt.
Anfangen sollte man mit einem Esslöffel auf mindestens einem Liter Wasser und sich dann langsam an die Konzentration herantasten, die einem persönlich gut tut.

Wie geht es den Haaren danach?

In vielen Foren oder Blogs wird berichtet, dass die Haare nach längerer Anwendung mit Lavaerde strohig und rau würden. Ich kann das nicht bestätigen. Ich benutze die Logona Lavaerde jetzt seit anderthalb Monaten (fast) ausschließlich und meinen Haaren geht es wunderbar, sie sind weich, glänzen und fallen schön. Außerdem wirkt die Tonerde entfettend und ich muss nur noch alle zwei bis drei Tage Haare waschen. Allerdings sollte man wohl Lavaerde nicht bei gefärbten Haaren verwenden... was da dran ist, kann ich leider nicht sagen, denn meine Haare waren noch nie gefärbt.

Falls die Haare aus irgendwelchen Gründen doch mal trocken und gestresst wirken, gebe ich einfach ganz wenig Öl (was gerade in der Küche rumsteht) in die Haarlängen, einwirken lassen und rauswaschen. Lavaerde schafft auch das.

Was kann Lavaerde noch?

Apropos entfettend: Lavaerde kann man auch als Trockenshampoo benutzen. Also ein bisschen Pulver in die Haare geben, einmassieren und gut auskämmen. Und das funktioniert tatsächlich. Zwar ist es nicht ganz so, als hätte man die Haare frisch gewaschen, aber die Erde nimmt das Haarfett gut auf und die Haare sehen wieder akzeptabel aus, so dass ich mich selbst ohne Zopf aus dem Haus getraut habe. Also eine gute Last-Minute- oder Notfall-Methode.

Praktisch an der Lavaerde: Man kann sie auch gleich für den Körper mit benutzen. Auch die Haut wird schön weich nach der Wäsche mit Tonerde.

Wo gibt es Lavaerde?

Die 300g Packung der Logona Lavaerde, die wir getestet haben ist leider nicht ganz plastikfrei. Der "Ausgießer" ist aus Plastik. So eine Mogelpackung. Das hab ich im Laden gar nicht sehen können, die Packung ist nämlich komplett mit Pappe verkleidet. Es gibt allerdings Großpackungen, die komplett plastikfrei sind. Weitere Hersteller, die Lavaerde anbieten sind alva, Provida und Tautropfen. Weiß zufällig jemand, ob Tautropfen Glas- oder Plastikflaschen verwendet? Auf dem Bild ist das leider nur ganz schwer zu erkennen.

Übrigens soll das ganze auch mit Erde aus einheimischen Gebieten funktionieren. Meine Friseurin hat mir erzählt, dass sie manchmal einfach beim Schwimmen in der Tonkuhle oder im Baggersee eine Hand Erde vom Boden hoch holt und sich damit die Haare wäscht. Selbst ausprobiert habe ich das aber bisher nicht. 

Einen ausführlichen Bericht zu Wirkungsweise, Abbau und Verarbeitung von Lavaerde findet man im Archiv von Schrot&Korn.

Fazit

Zwar teste ich gerade noch ein paar Alternativen, aber die Lavaerde hat definitiv das Zeug zum neuen ständigen Begleiter in der Haarpflege. Die Haare lassen sich gut kämmen, sind weich und glänzen. Zwar muss man das Pulver immer erst mit Wasser anrühren, aber da ich es morgens eh lieber ruhig angehe, stört mich das nicht. Dafür muss ich ja nur noch alle zwei bis drei Tage überhaupt Haare waschen. Auf jeden Fall Daumen hoch.

Thứ Ba, 8 tháng 11, 2011

Testbericht: Lush - Eine Zusammenfassung

Mittlerweile haben wir alle Lush-Produkte, die wir bei unserer Einkaufstour im August erstanden haben, getestet. Die Euphorie, die wir angesichts der "verpackungsfreien, grünen" Produkte damals hatten, ist mittlerweile verflogen. 

Insgesamt war Lush doch eine große Enttäuschung. Ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe lässt die "Glaubenssätze" von Lush doch sehr leer wirken.

We believe... in making effective products from fresh organic fruit and vegetables, the finest essential oils and safe synthetics.

Frisches Obst und Gemüse kann man zwar in den Lush-Produkten auch finden, aber neben so netten Stoffen wie Ätznatron oder Sodium Lauryl Sulfat. Und das sind nicht die einzigen bedenklichen Stoffe, die in Lush-Produkten auftauchen.
Lush ist keine zertifizierte Naturkosmetik, aber das grüne Image, dass sie sich selbst geben, lässt das schnell vergessen. Besonders leer wirkt da der "Glaubenszusatz"

We also believe words like "fresh" and "organic" have an honest meaning beyond marketing

"Frisch" und "Bio" haben also eine Bedeutung jenseits von Marketing. Leider macht Lush für mich den Eindruck eben genau diese Wörter als Marketinginstrument zu benutzen, warum sonst so gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in grünem Image verpackt? 

Natürlich ist nicht alles bei Lush schlecht. Es gibt durchaus unbedenkliche Produkte. Auch die Einsparung von Verpackungsmüll ist natürlich wunderbar. Außerdem sind die Produkte vegetarisch und ohne Palmöl hergestellt. Das alles sind natürlich wunderbare Ansätze, aber auch nichts, worauf Lush ein Patent hätte. Haarwaschseifen gibt es zum Beispiel auch von unbekannteren Unternehmen - und das gar nicht zu knapp, die Suchmaschine der Wahl hilft beim Finden. 

Außerdem konnte uns die Wirksamkeit der Lush-Produkte nur zu etwa 40% überzeugen. Für den doch sehr hohen Preis (und dann ist es noch nicht mal Naturkosmetik) sehr enttäuschend. Und das trotz synthetischer, aggressiver Inhaltsstoffe. Wollen wir das unserem Körper wirklich antun?

Fazit: Die Idee, verpackungsfreie, vegetarische Produkte anzubieten, ist wunderbar. Allerdings versteckt sich Lush hinter einem grünem Image, dem sie leider überhaupt nicht gerecht werden. 
Das Prinzip der Verpackungsfreiheit findet man auch bei unbekannteren Herstellern, die tatsächlich mit Inhaltsstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau und ohne synthetische Inhaltsstoffe arbeiten.

Thứ Sáu, 4 tháng 11, 2011

Plastikfreies Deo

Wenn es um plastikfreie Deodorans geht, hat man ausnahmsweise mal eine große Auswahl an möglichen Produkten. So gibt es neben vielen "normalen" Deos aus der Drogerie, die meist bis auf den Deckel und den Sprühkopf plastikfrei sind, auch andere, exotischere Produkte, wie das Coconut Deodorant Puder von Lush. Das wollen wir euch heute vorstellen, sowie den Deo-Zerstäuber Limette Salbei von Alverde und das Anti-Transpirant von Hidrofugal. All die Zerstäuber sind Pumpsprays, da muss man sich um die Atmosphäre dann auch keine Gedanken mehr machen.

Coconut Deodorant Puder von Lush

Das Puder hatten wir bei unserer großen Einkaufstour bei Lush erworben und seitdem immer mal wieder in Benutzung. So richtig glücklich wurden wir damit nicht: Komischerweise wirkte der Puder bei täglicher Benutzung ein bis zwei Tage. Am dritten Tag nahm die Wirkung ab und es entstand Schweißgeruch. Deshalb ist der Puder eigentlich nicht zu empfehlen, auch wenn der Kokosgeruch mir persönlich sehr gut gefällt.
Von den Inhaltstoffen her ist alles OK, die Hauptbestandteile sind Stärke und Magnesiumcarbonat.

Auch die 2 Mädels vom Mückeblog haben ein Deo von Lush getestet, hier findet ihr ihn.

Deo Zerstäuber Limette Salbei von Alverde

Der Zerstäuber von Alverde hat den ganz großen Pluspunkt, dass er kontrollierte Naturkosmetik ist sowie vegan (obwohl mir nicht ganz klar ist, welche tierische Produkte in einem Deo stecken können). Es werden desweiteren auf synthetische Duft -, Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet, sowie auf Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis. Der Duft ist wie bei dem Namen zu erwarten zitronig. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht ganz optimal. An sehr heißen Tagen, oder wenn man aus anderen Gründen viel Schwitzt wirkt das Deo nicht hundertprozentig. Daher können wir das Deo nicht voll und ganz empfehlen. 

Anti-Transpirant Zerstäuber von Hidrofugal

Der Hidrofugal Zerstäuber verzichtet anders als der Zerstäuber von Alverde auf Alkohol und setzt auf Mineralien. Auch er kommt ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus, allerdings handelt es sich nicht um Naturkosmetik. Das Deo soll zwar duftneutral sein, hat aber doch einen leicht süßlichen Geruch (wenn auch nicht stark) und hat Parfüm als Bestandteil. Die Bestandteile sind  größtenteils Wasser und Mineralien. Achten sollte man auf das Aluminiumchlorohydrat, da dieses Brustkrebs verursachen soll. Das ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt und dementsprechend umstritten. Außerdem soll durch das Alu die gelben Flecken entstehen die sich an der Kleidung unter den Achseln bilden.
Bezüglich der Wirksamkeit haben wir bei diesem Deo das beste Ergebnis erzielt. Wir konnten es zwar noch nicht im Hochsommer testen allerdings hält die Wirksamkeit auch, wenn man dicke Klamotten an hat.

Deo Zerstäuber Wasserlilie von CD 


Als letztes wäre da noch der Deo Zerstäuber von CD. Auch der basiert auf Alkohol. Funktioniert hat er gut, es gab keine unangenehmen Gerüche. Leider hatt er bei Ökotest nur "ausreichend" abgeschnitten, was vor allem an den Duftstoffen und den verwendeten Phthalaten liegt, die Allergien auslösen können.

Fazit: Die verschiedenen Deos haben uns alle nicht so ganz glücklich gamacht. Daher sind wir noch auf der Suche nach einer guten plastikfreien und ökologischen Alternative zu konventionellen Deos. Es gibt einige Rezepte zum selber machen von Deos die wir gerne ausprobieren möchten. Dazu demnächst mehr auf unserem Blog.
Dennoch, wem selbermachen zu viel Arbeit ist, hat wenigstens viele fast plastikfreie Alternativen aus der Drogerie. Wie hoffen, wir konnten euch da die Entscheidung etwas leichter machen.

Thứ Tư, 26 tháng 10, 2011

Testbericht: veganic.de - Ungewollter Plastikmüll

Kennt ihr schon Biodeals? Das ganze funktioniert ähnlich wie Groupon, aber halt in Bio. Es gibt also wechselnde Angebote, Rabatte oder Gutscheine von verschiedensten Anbietern aus der Bio-Branche. 

Neulich haben wir für 7,50€ einen 20€-Gutschein von veganic.de ergattern können. In dem veganic-Onlineshop gibt es vegane Lebensmittel, die zum größten Teil aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Zwar sind, wie im normalen Bio-Laden auch, viele Lebensmittel nur in Plastikverpackung zu bekommen, wir wollten aber vor allem vegane Streichcremes in Schraubgläsern bestellen. So weit also kein Problem. 

veganic hat ein schönes, großes Angebot an Lebensmitteln. Neben großen, bekannten Herstellern, gibt es auch Produkte von unbekannteren Unternehmen. Das bringt Abwechslung auf den Teller. Leider kann man die Produkte nicht nach Preis und/oder Hersteller sortieren, wie man das von anderen Webseiten kennt. Es gibt zwar eine Suche, einfach mal durch den Shop stöbern wird dadurch aber leider zur Geduldsprobe.Wir haben natürlich trotzdem alles gefunden, was wir uns gewünscht haben und auch das ein oder andere spannende Produkt, das wir noch nicht kannten. Also bestellen.

Nach ein paar Tagen kam die Lieferung auch schon bei uns an und wir reißen freudig den CO2-neutral versendeten Karton auf und sehen mit Wohlwollen Papp-Polster-Schnipsel. 

Als wir dann jedoch weiter wühlen stellt sich bald Ernüchterung ein. Alles Plastik. Die Artikel sind alle einzeln in Luftpolsterfolie eingewickelt. Muss das denn sein? Die Unmengen an Pappschnipseln hätten wahrscheinlich auch gereicht, um die Schraubgläser vor dem Bruch zu sichern.

Und der eine Tofu, den wir bestellt haben, kommt in einer riesigen (demeter-) Kühltasche mit Kühlakku. Auch das ist für mich absolut unnötig. DHL schafft es in der Regel, Pakete und Päckchen innerhalb von ein bis zwei Tagen auszuliefern. Das hätte so ein Tofu durchaus ausgehalten. Grade bei den aktuellen Temperaturen.

Das war übrigens unsere zweite Bestellung bei veganic.de. Bei der ersten Lieferung waren statt der Pappschnipsel diese großen Plastik-Luftpolster im Karton. Und irgendwas musste anscheinend auch gekühlt werden, denn wir haben jetzt zwei Kühltaschen und zwei Kühlakkus. Vielleicht können wir ja was davon zurückschicken?

Fazit: Eigentlich ein schöner Shop, mit einem schönen Angebot. Aber warum, liebe veganics, müsst ihr so viel Plastik benutzen? Der Müll, der da entsteht ist uns leider zu viel. Da werden wir wohl zukünftig eher woanders bestellen.

Chủ Nhật, 23 tháng 10, 2011

Haare waschen mit Kastanien

Irgendwann mussten die Kastanien ja versagen. Meine Haare wasche ich damit jedenfalls nicht mehr. Aber immerhin: Wäschewaschen, Geschirrspülen, Putzen. Da ist es vielleicht nicht so schlimm, dass die Kastanien nicht als Shampoo taugen. 

Es gibt Leute, bei denen funktioniert die Kastanien-Haarwasch-Variante anscheinend sehr gut, ich gehöre allerdings offensichtlich nicht dazu. 

Dank meines experimentierfreudigen Wesens habe ich versucht sowohl mit dem Sud, als auch mit den getrockneten Kastanien in Pulverform die Haare zu waschen. Von der Pulvervariante rate ich an dieser Stelle dringend ab. Es ist verdammt schwer, die Kastanienstück wieder aus dem Haar zu bekommen. Ich habs ausporbiert, damit ihr es nicht machen müsst.

Aber egal, welche Variante ich ausprobiert habe, die Haare sind einfach für mich nicht zufriedenstellend sauber geworden. Sie waren nach dem Waschen immer noch fettig. Das soll nicht so sein und das war auch wirklich unangenehm. Außerdem ließen sich meine Haare schlecht kämmen und ich hatte das Gefühl, als wären irgendwelche Rückstände in den Haaren geblieben. Und das trotz sauren Nachspülens.

Fazit: Ausprobieren kostet nichts (in dem Fall tatsächlich nicht), aber Kastanien sind für mich definitiv nicht zum Haarewaschen geeignet. Bleibt mehr übrig zum Wäschewaschen.

Thứ Hai, 17 tháng 10, 2011

Geschirrspülen mit Kastanien

Und weiter gehts mit unser Kastanien-Testreihe. Neben dem Wäschewaschen haben wir auch versucht, mit Kastanien Geschirr abzuwaschen.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man nimmt den Sud und gibt ihm dem Spülwasser bei (am besten durch ein Sieb kippen) oder man nimmt die getrockneten Kastanien. Diese dann am besten auch in ein Sieb geben und kurz im Spülwasser "einweichen" lassen. Das hat den Vorteil, das man die Kastanienreste nicht im Spüllwasser und dann am sauberen Geschirr kleben hat. Beim Abwaschen fällt auf, dass Fett und sonstiger Schmutz gut weg gehen, auch wenn man etwas mehr Druck beim Abwaschen ausüben muss um alles abzubekommen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin die stark verschmutzten Sachen einfach kurz einzuweichen. Von der Fettlösekraft war ich wirklich positiv überrascht. Nur wenn man wirklich viele fettige Pfannen oder ähnliches hat, merkt man wie die Wirkung nachlässt. Dann muss man das Spülwasser austauschen, was unter Umweltgesichtspunkten natürlich nicht so toll ist.

Fazit: Die Kastanien sind 100% ökologisch, es fallen keine Verpackungen oder sonstige Umweltbelastungen durch den Transport an (jedenfalls dann, wenn man die Kastanien bei einem Waldspaziergang sammelt;) und kostenlos ist es obendrein. Die Kastanien sind ne super Sache, wenn man sich nicht scheut, etwas Mehraufwand zu betreiben, der in der Verarbeitung liegt