Thứ Sáu, 1 tháng 3, 2013

Zao - Kosmetik ohne Plastik

Auf dem Bild sieht man das Kompaktpuder mit einem Pinsel. Das Puder ist gebettet in einem Bambus-Behälter.

Lange Zeit dachte ich, Kosmetik ist eine Sache, an der ich verzweifeln müsste. Wo bitte bekommt man Puder, Rouge oder Mascara, das nicht in Plastik steckt? Der Tipp von Sandra Krautwaschl hat mir auch nicht wirklich weiter geholfen. Grüne Erde gibt es hier nämlich nicht. Und beim Online-Angebot war ich mir nie ganz sicher, ob da nicht doch Plastik dahinter steckt. Eine Blog-Leserin lieferte letztendlich den entscheidenden Hinweis.

Die französische Marke Zao stellt Kosmetik her, die in Bambus-Behältern verkauft wird. Das Sortiment umfasst alle gängigen Kosmetika vom Puder, über Rouge zum Mascara.
In Deutschland gibt es nur ein paar Geschäfte, in denen Make-up von Zao verkauft wird. Online ist die Marke auch nicht leicht zu bekommen. Aber immerhin hat der Onlineshop keinplunder eine Auswahl an Zao-Produkten. Dort habe ich auch mein neues Puder bestellt, nachdem mein altes von alnatura aufgebraucht war.

Ein Bild der geschlossenen Puder-Dose.

Zao ist Naturkosmetik, von Ecocert zertifiziert. Außerdem ein großer Pluspunkt: Die Bambus-Behälter sind wiederbefüllbar. Man muss also nicht immer eine neues Bambus-Döschen kaufen, sondern kann das Inlay auch direkt bestellen. Wie das verpackt ist, kann ich allerdings noch nicht sagen. 

Das Puder kam gemeinsam mit einem schönen Leinen-Beutel zur Aufbewahrung. Beides steckte in einer Pappschachtel. Ein ganz großer Pluspunkt geht übrigens an keinplunder, die das Paket fast komplett ohne Plastik versendet haben. Nur eine kleine Tüte mit Proben kam in einem Plastikbeutel. Ich neige dazu, Probe-Packungen zu vergessen und dann sind sie irgendwann nicht mehr zu gebrauchen, deshalb habe ich das Tütchen gleich an eine gute Freundin weiter gegeben.


Preislich liegt das Puder von Zao deutlich über meinen bisherigen Anschaffungen aus dem Drogerie-Bereich. Deshalb habe ich auch einige Zeit hin und her überlegt, ob ich mir das wirklich leisten soll und kann. Als es in dem Shop dann eine kleine Preisreduzierung gab, habe ich zugeschlagen. Das Puder habe ich für 13,90€ erstanden. Die Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 17,90€. Schon eine kleine Investition. Die Nachfülleinheiten kosten in der Regel zwischen 6,50€ und 8€. Das geht dann schon wieder. 

Die Qualität des Puders ist sehr gut. Die Textur ist leicht und seidig und das Puder deckt außerdem gut. Da kann das Drogeriemarkt-Produkt nicht wirklich mithalten. Für ausufernde Analysen fehlen mir allerdings die Beauty-Blogger-Fähigkeiten. Mir gefällt das Zao Puder auf jeden Fall gut. 

Auf dem Bild sieht man ein Puder von der Marke Zao. Es befindet sich in einem Behälter aus Bambus. Außerdem wird ein kleiner Beutel aus Jute mitgeliefert. Das ganze ist in einer kleinen Pappschachtel verpackt.

Eine kleine Hürde bei der Bestellung war die Wahl des richtigen Farbtons. Den kann man bei Fotografien im Internet leider schwer bestimmen, immerhin ändert sich die Farbe auf dem Bild, je nachdem, ob man mit Blitz fotografiert oder ohne, die Kameraeinstellungen und die Kamera an sich spielen eine Rolle und die eigene Bildschirmkonfiguration. Kurzum, es ist nicht so leicht, nur anhand von Bildern im Internet den richtigen Farbton, passen zum eigenen Hautton zu finden. 

Ich habe rötliche Haare und einen hellen Teint mit Sommersprossen. Also habe ich es mit dem hellsten Farbton probiert. Der passt für den Winter ganz gut, für den Sommer könnte es etwas zu hell sein. Vielleicht hilft euch das als Anhaltspunkt, falls ihr das Puder ebenfalls bestellen wollt. 

Eine weitere Quelle plastikfreier Kosmetik könnte übrigens Organiqs sein, eine dänische Marke. Den Tipp habe ich von einer Freundin bekommen. Falls ich mal wieder etwas brauche, bietet sich das auf jeden Fall zum Testen an. 

Thứ Bảy, 23 tháng 2, 2013

"Bio"-Plastik

Erdöl wird eine immer knappere Ressource. Gleichzeitig ist es aber auch ein wichtiger Bestandteil in Plastik. Deshalb hat man vor einiger Zeit begonnen nach Alternativen zu suchen. Gelandet ist man bei sogenannten Bioplastik. Nur was bedeutet das überhaupt und wie funktioniert es? Und die wichtigste Frage: Ist Bioplastik besser für die Umwelt? Darum soll es in dem nachfolgenden Betrag gehen.

Für die Herstellung von Plastik ist nicht das Erdöl an sich notwendig, sondern der Kohlenstoff der im Erdöl enthalten ist. Dieser lässt sich allerdings auch aus anderen Quellen gewinnen, wie zum Beispiel Zuckerrüben, Mais oder anderen Gemüse. Wichtig ist nur, das sie stärkehaltig ist. Deshalb lässt sich z.B. auch Cellulose verwenden.
Die Stoffe werden nun mithilfe von Bakterien zu Milchsäure verarbeitet oder zu Alkohol vergoren. Damit lassen sich dann mithilfe weiterer chemischer Zwischenschritte Kunststoffe herstellen, die die gleiche oder ähnliche Eigenschaften haben wie herkömmliches Plastik auf Erdölbasis.

Ich hatte ja bereits in meinem Beitrag "Jute statt Plastik" geschrieben, dass Bioplastik nicht unbedingt umweltfreundlicher ist als normal hergestelltes Plastik. Der Grund ist, dass der Anbau der Pflanzen aus denen irgendwann Plastik wird, meist in industrieller Landwirtschaft passiert. Das bedeutet auch, dass die Böden stark gedüngt werden, was zu Umweltbelastungen führt.
Außerdem stellt sich die Frage, ob es gut ist Lebensmittel für die Produktion von Plastiktüten zu verschwenden (ähnlich der "Teller oder Tank" Diskussion im Bereich des Biokraftstoffes). Auch dass Bioplastik verrottet, stimmt nur bedingt. Verrotten tut es nur unter ganz bestimmten Bedingungen, die eigentlich nur in modernen Kompostwerken gegeben sind. Und selbst da dauert das sehr lange, so dass Bioplastik meist gar nicht von solchen Anlagen angenommen wird.

Verwendung findet Bioplastik vor allem bei speziellen Ein- und Mehrweg-Plastikflaschen. Diese sind aber bei uns noch nicht sehr weit verbreitet, man findet sie eher in den USA oder den Benelux-Ländern. Stella und mir sind sie bei unserem letzten Schwedenurlaub aufgefallen: Ein extra Zeichen auf der Flasche mit dem Schriftzug "Plantbottle" weist darauf hin, was man da in den Händen hält (siehe das etwas unscharfe Foto ;).
Das Problem ist nur, dass es noch keine Recyclingsysteme in Deutschland dafür gibt. So etwas würde sich erst ab einer Menge über 20.000 Tonnen rechnen, momentan ist es gerade mal ein viertel. Coca Cola hat aber bekanntgegeben das sie bis 2016 ihre gesammte Produktion auf Bioplastikflaschen umstellen wollen. Das ist tatsächlich auch relativ einfach, da die bisherigen Maschinen weiterverwendet werden können, ohne großartige Neuanschaffungen zu tätigen

Bleibt die Frage: Ist Bioplastik eine Alternative? Einen großen Vorteil hat es ja, das Material verrottet wesentlich schneller als jedes herkömmliche Plastikteil. Aber es gibt auch einen großen Nachteil: Bioplastik wird aus Nutzpflanzen hergestellt, die dann bei der Nahrungsproduktion fehlen. Eine effektive Produktion aus Pflanzenresten ist noch nicht möglich. Wenn es gleichzeitig hungernde Menschen auf der Welt gibt, finde ich sowas unverantwortlich. So ist Bioplastik für mich noch nicht die große Alternative zu normalen Plastik, da verwende ich lieber Glas, Jute oder Papiertüten.

Thứ Năm, 21 tháng 2, 2013

Plastikfrei genießen - Haselnussmilch

Auf dem Bild sieht man die fertige Haselnussmilch, abgefüllt in eine alte Flasche.

Nussmilch selber machen ist nicht schwer, dafür lecker und günstig, plastikfrei und auch für Leute geeignet, die Soja nicht mögen. Ich habe Haselnussmilch gemacht. Die kann man sogar mit Zutaten 'von hier' machen und man muss sich keine Gedanken um Gen-Soja machen.

Haselnüsse bekommt man relativ unkompliziert und sie sind gut zu lagern. Im Herbst kann man Haselnüsse gut mundrauben. In Chemnitz gibt es zum Beispiel viele Haseln im öffentlichen Raum. Oder ihr habt selbst einen Garten mit einem Haselstrauch oder Haselbaum oder Freund_innen und Familie, die euch mit Haselnüssen eindecken können. 

Haselnüsse auf dem Boden, die darauf warten, aufgesammelt zu werden.

Und selbst wenn ihr keine Haselnüsse in der freien Natur bekommt, verkaufen viele Supermärkte und Bioläden Haselnüsse lose. Mindestens in der Saison. Und wie gesagt, Haselnüsse lassen sich prima lagern. 

Im Bioladen gibt es in der Obst-Abteilung oft lose Haselnüsse zu kaufen.

Im Grunde stellt man Haselnussmilch genauso her wie Mandelmilch. Die Nussmilch lässt sich also auch ganz einfach selber machen und schmeckt dabei auch noch wunderbar. Die Haselnussmilch ist ein wenig herber im Geschmack als die Milch aus Mandeln. Schmeckt halt mehr nach Haselnüssen. Ich mag das.

Mittlerweile gibt es übrigens Haselnuss- und Mandelmilch auch im Tetrapack zu kaufen. Da sind so einige Stabilisatoren drin und ein Liter kostet um die 3€. Ein ganz schöner Quatsch, wenn ihr mich fragt. 

Vegane Haselnussmilch

Dazu braucht man: 

- 100g Haselnüsse
- 1L Wasser
- 1 Prise Salz
- Zucker, Stevia oder Agavendicksaft (für Nicht-Veganer*innen auch Honig) zum Süßen

Portionen: 1 Liter
Dauer: 10-15 Minuten
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach

An Geräten braucht man außerdem: Mixer, Topf oder Schüssel, Sieb sowie Geschirr- oder Filtertuch. 

Optional könnt ihr die Nüsse vor dem Verarbeiten ordentlich einweichen, das soll die Verdaulichkeit verbessern. Es klappt aber auch ohne Einweichen ganz gut. 
Die Haselnüsse mit frischem Wasser und einer Prise Salz in den Mixer geben und ordentlich mixen. So lange mixen, bis die Nüsse vollständig zerkleinert sind und sich die Zutaten gut vermischt haben. Je nachdem wie viel Wasser man an dieser Stelle nimmt, desto intensiver wird der Geschmack. 
Während der Mixer arbeitet, Topf oder Schüssel mit Sieb und Geschirrtuch auslegen. Die Haselnuss-Wasser-Mixtur wird nun durch Geschirrtuch und Sieb in den Topf gegossen. Im Geschirrtuch bleibt Haselnussmehl zurück. Gut auspressen. 
Im Topf wartet nun die Milch darauf, abgeschmeckt und nach Belieben gesüßt zu werden. 
Wenn die Milch sofort gebraucht wird, könnt ihr euch das Kochen sparen. Wenn die Haselnussmilch länger halten soll, die Milch kurz auf dem Herd aufkochen und noch heiß in Schraubgläser oder -flaschen füllen. 

Thứ Tư, 20 tháng 2, 2013

Neues auf Leben ohne Plastik

Unter dem Titelbild findet ihr jetzt einen Reiter, der Über uns heißt. Der Reiter liegt zwischen den Reitern Das Experiment und Medien.

Ein paar Neuerungen haben sich auf unserem Blog eingeschlichen. Und die wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Es gibt jetzt eine Seite, in der wir erzählen, was wir neben dem Bloggen noch machen. Wurde Zeit, oder? Wir waren immer ein wenig hin und her gerissen zwischen 'Schutz der Privatsphäre' und 'den Blog persönlicher gestalten'. Letztendlich finde ich es aber auch immer wieder spannend, zu entdecken, welche Menschen hinter den Blogs stecken, die ich gerne lese. Jetzt gibt es also einen Reiter Über uns.

In der rechten Spalte gibt es jetzt ein Drop-Down-Menü, um den Blog in andere Sprachen übersetzen zu lassen.

Eine ganz liebe Mail erreichte uns aus den USA, in der wir gebeten wurden, eine Übersetzungs-App einzubauen, damit auch Menschen den Blog verfolgen können, die kein deutsch sprechen. Wir fühlen uns geschmeichelt und haben jetzt einen Übersetzer für Englisch, Französisch und Spanisch. Wenn schon, denn schon.

Das Suchfeld rechts ist verbessert worden.

Die Blogger-eigene Suche hat mich nicht mehr glücklich gemacht. Alte Posts wurden einfach nicht mehr gefunden, sondern höchstens die letzten 20. Das hat mich irre gemacht. Ich habe jetzt eine neue Suche eingerichtet, die alle Artikel durchsucht. Mit der Ansicht bin ich noch nicht ganz zufrieden, da die gefundenen Seiten jetzt direkt unter der Suche angezeigt werden. Aber immerhin wird wieder alles gefunden.

Ihr könnt uns jetzt über flattr.com spenden. Der Button befindet sich in der rechten Spalte.

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns jetzt flattrn. Flattr ist eine Plattform, auf der man sozusagen Spenden verschenken und erhalten kann. Man kann pro Monat einen beliebigen Betrag auf das virtuelle Konto laden, dann flattrt man munter den Monat über und am Ende wird der Betrag unter den Seiten aufgeteilt, die geflattrt wurden.
Wir werden natürlich weiterhin alle Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr das jetzt, es ist aber kein Muss. Das Geld fließt zu 100% in den Blog zurück, indem wir die Domain bezahlen, die Seite ausbauen oder neue plastikfreie Produkte testen.

Außerdem wurde die Abteilung Medien noch ein wenig erweitert.

Für die Zukunft ist geplant, den Blog barrierefrei, oder mindestens barrierefreier zu gestalten. Nach und nach werden wir die Bilder um einen Alternativtext für Blinde oder sehbehinderte Leser_innen erweitern. Eventuell schreiben wir auch ein paar Tipps in Leichter Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen, die nicht so gut deutsch können. Wir fänden es nämlich toll, wenn alle Menschen unseren Blog lesen und kommentieren könnten und wenn alle Menschen die Möglichkeit bekommen, mit uns in Austausch zu treten.

Chủ Nhật, 17 tháng 2, 2013

Tipps zum Plastikfreien Einkauf - Puder Pinsel

Auf dem Bild sieht man einen großen Pinsel von Douglas. Er ist aus Ziegenhaar und hat einen Holzgtiff.

Nachdem mein alter Puder- und Rouge-Pinsel mit Kunsthaar wirklich nicht mehr zu gebrauchen war, musste ein neues Exemplar her. Am besten komplett plastikfrei. Also kein Plastikgriff und kein Kunsthaar. Nachdem ich mich schon auf eine langwierige Suche eingestellt hatte, wurde ich doch erstaunlich schnell fündig. 

Und zwar ganz unverhofft bei Douglas. Der riesige Puderpinsel mit Ziegenhaar und Holzgriff kommt ohne Plastik aus und war noch nicht mal verpackt (im Gegensatz zum Rest des Pinselsortiments bei Douglas). 
Der neue ist deutlich teurer als mein Billigpinsel, den ich davor verwendet habe. Dafür fühlt er sich wunderbar weich an, die Anwendung ist einfach und das Ergebnis gut. 

Auf dem Bild sieht man noch mal den Pinsel in anderer Perspektive.

Thứ Hai, 11 tháng 2, 2013

Plastikfrei genießen - Schoko-Bananen-Muffins


Matthias und ich fahren morgen zu einem Workshop nach Leipzig und da bietet es sich an, ein schönes, plastikfreies Lunchpaket zu packen, bevor wir wieder mal in Versuchung geraten und viel zu viel Geld beim Essengehen ausgeben. Ich hatte unglaubliche Lust, Muffins mit in die Tüte zu packen, damit unser Essen morgen nicht nur aus langweiligen belegten Broten besteht. Also musste ein schnellen, unkompliziertes, veganes Muffinrezept her. Am liebsten mit Bananen. Und Schokolade.


Aus diesen beiden Rezepten habe ich mir mein eigenes Schoko-Bananen-Muffin-Rezept gebastelt. Und das Ergebnis ist wirklich sehr lecker geworden. Schön luftig, angenehm süß, bananig, schokoladig. Ich muss mich schon ein bisschen zusammenreißen, um die Muffins nicht heute Abend noch alle weg zu mampfen.  Da fällt es uns hoffentlich leicht, auf auswärtiges Essen zu verzichten. Immerhin spare ich gerade auf eine Reise nach Riga, die ich im Sommer antreten will. Obwohl man in Leipzig ja auch gut vegan essen gehen kann. Aber selbstgemacht schmeckt mindestens genau so gut. Hier das Rezept.


Vegane Schoko-Bananen-Muffins
Dazu braucht man:

- 300g Mehl
-150g Zucker
- 30g Backkakao
- 2 TL Backpulver
- 1 TL Salz
- 60ml Öl
- 100ml Wasser
- 4 reife Bananen

Dauer: 15 Minuten + 25 Minuten Backzeit
Schwierigkeitsgrad: einfach


Die trockenen Zutaten bis auf den Zucker in einer Schüssel verrühren. 
Dann 3 Bananen pürieren oder mit der Gabel zermatschen. Die pürierten Bananen zusammen mit dem Öl und dem Zucker schaumig rühren. 
Spätestens jetzt den Ofen auf 180°C vorheizen. 
Die Masse sowie das Wasser zum den trockenen Zutaten dazugeben und alles gut verrühren. Bei mir ging das mit einem einfachen Löffel besser als mit dem Rührgerät. 
Die 4. Banane in Stücke schneiden und unter den Teig heben. Außerdem habe ich noch ein paar Schokoladenvorräte aus der Weihnachtszeit klein gehackt und mit den Bananenstücken unter den Teig gehoben. 

Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 180°C 25 Minuten backen. 


Thứ Sáu, 8 tháng 2, 2013

Plastikfrei einkaufen in Chemnitz - Landei


Dieser Post ist regionaler gehalten, als unsere üblichen Blog-Artikel. Es geht um plastikfreies Einkaufen in und um Chemnitz, unserem derzeitigen Lebensmittelpunkt. 
Wir haben das Glück, dass direkt um die Ecke ein kleiner, regionaler Laden eröffnet hat, der viele Produkte plastikfrei anbietet, die wir in konventionellen Supermärkten, aber auch Bioläden und Reformhäusern umsonst gesucht haben. 



Durch Zufall habe ich den kleinen, unscheinbaren Laden namens Landei auf der Hainstraße 81, fünf Minuten von unserer Wohnung entfernt, gefunden. Damals hing noch nicht mal das Transpi über dem Geschäft, aber drinnen war es ganz schön voll. Im Landei gibt es regionale Produkte aus Sachsen zu kaufen. Vom Gemüse bis zum Bier.


Das Obst und Gemüse gibt es saisonal und nicht wie bei den großen Bio-Supermärkten in der Stadt auf die Gewohnheiten und Wünsche des Kunden abgestimmt. Im Winter wachsen in Deutschland nun mal keine Tomaten, also gibt es auch keine im Landei. 
Zu einigen Produkten und Marken gibt es Infomaterial direkt im Laden, so weiß man, wo die Kartoffeln, wo das Getreide herkommt. 


Apropos Getreide. Das gibt es im Landei lose zu kaufen. Gelagert wird es in großen Säcken. Die Auswahl an Getreidesorten ist erstaunlich groß und das Beste: das Korn kann man sofort im Laden mahlen oder schroten lassen.


Außerdem gibt es im Landei auch Körner und Saaten lose zu kaufen. Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne stecken zwar leider in großen Plastiktüten, aber der Müll pro Konsument sinkt doch erheblich. Die Kerne waren eine der Entdeckungen im Landei, über die wir uns sehr gefreut haben. Im konventionellen Handel ist so etwas kaum ohne Plastikverpackung zu finden. Jetzt gibt es wieder Kürbiskernbrot ohne schlechtes Gewissen.


Außerdem bekommt man im Landei Trockenfrüchte ohne Verpackung. Ebenfalls ein Problem, vor dem wir eine Zeit lang standen. Klar kann man Früchte auch selber trocknen, aber kaufen ist doch bequemer und im Backofen braucht man auch ganz schön viel Energie um selber Trockenfrüchte herzustellen. An der Theke, die man auf dem Bild oben sieht, kann man übrigens auch sein eigenes Müsli zusammenstellen.


Zwar ist nicht alles plastikfrei im Landei, aber die Auswahl an Produkten, die ohne Plastikverpackung auskommen ist doch recht groß. Alles wird in schöne, unbedruckte Papiertüten eingepackt und zugetackert. Die Tüten verwende ich gerne wieder um belegte Brote mitzunehmen.


Der Einkauf ist insgesamt natürlich teurer, als im Supermarkt, allerdings nicht teurer als im Bioladen. Wir waren sogar recht erstaunt, wie wenig wir am Ende jedes Einkaufs auf den Tresen legen.


Matthias hat sich übrigens auch sehr über die frischen Milchprodukte im Glas und die Würste im Wachspapier gefreut. Der isst nämlich omnivor, während ich mich vegan/vegetarisch ernähre.


Fazit: Mit dem Landei haben sich einige Probleme gelöst, die wir bei der Plastikvermeidung bisher hatten. Wir können nun ohne schlechtes Gewissen Kerne und Trockenfrüchte kaufen. Außerdem freue ich mich sehr über das frisch gemahlene Mehl, da ich mindestens einmal in der Woche Brot backe. Getreideschrot habe ich außerdem in keinem anderen Geschäft gefunden und im Landei bekomme ich das Getreide frisch geschrotet. Nicht ganz klar ist mir allerdings, ob das Landei auch Bio-Produkte führt, oder ob Regionalität Vorzug hat. Auf facebook habe ich mal nachgefragt und bin gespannt auf die Antwort. Insgesamt aber ein unterstützenswertes Geschäft mit gutem Angebot.

Edit: Die Antwort kam schnell Ich fragte auf facebook: "Sehr schönes Geschäft. Nur eine Frage zum Verständnis hab ich. Inwieweit habt ihr auch Lebensmittel in Bio im Sortiment?"
Die Antwort: "Vorwiegend Obst und Gemüse, Getreide und Getreideprodukte sowie Bioeier, denn wir verstehen und nicht als reiner Bioladen. Wir setzen eher auf Regionalität und kaufen unsere Produkte deshalb auch selbst beim entsprechenden Erzeuger in Sachsen ein. Auf diese Art und Weise können wir uns dann auch von Tierhaltung, vernünftiger und schonender Verarbeitung von Rohstoffen und kontrolliertem Pflanzenbau überzeugen. Wir finden es zudem ökologisch viel sinnvoller einheimisch erzeugte Produkte zu konsumieren, als z.B. "Bio Bananen" per Flugzeug oder Schiff um die halbe Welt zu transportieren oder Schlachtvieh durch ganz Europa mit dem LKW zu gondeln, nur damit wir hier billiges Fleisch und Bio Südfrüchte kaufen können. Wir hoffen, Deine Frage ist damit beantwortet und wir freuen uns Dich bald wieder zu begrüßen."