Chủ Nhật, 11 tháng 9, 2011

Testbericht: Feste Bodybutter von Lush

Nachdem uns die Haarwaschseife von Lush (vor allem wegen der bedenklichen Inhaltsstoffe) leider ziemlich enttäuscht hat, stelle ich euch heute den King of Skin vor, eine feste Körperbutter.

Nachdem ich die gesundheitsschädlichen Sodium Lauryl Sulfate (mehr dazu hier) in den festen Shampoos von Lush entdeckt habe, musste ich gleich erst mal nachschauen, was denn eigentlich in der Körperbutter für Inhaltsstoffe stecken und war erleichtert zu lesen, dass hier (bis auf Parfüm) tatsächlich nur natürliche Zutaten drinstecken.

Super, denn auch die Bodybutter sind Produkte, die man komplett ohne Verpackung kaufen kann. Also auch hier kein Plastik und kein Müll. 

Natürlich kann man sich fragen, ob Bodylotion überhaupt notwendig ist. Viele Menschen kommen auch ohne zusätzliche Pflege wunderbar aus, die Haut hat ja eigentlich die Möglichkeit sich selbst zu regulieren. Solch gesunde Haut ist natürlich beneidenswert, aber nicht jeder und jedem von uns gegönnt. Ich habe zum Beispiel trockene, zur Neurodermitis neigende Haut. Ohne Pflege von außen lässt es sich da kaum leben, denn die Haut fängt irgendwann an zu jucken und zu schuppen. Unangenehm.

Der King of Skin pflegt meine trockene Haut allerdings sehr gut, selbst wenn ich nicht täglich "eincreme". Die Handhabung ist durchaus einfach: Unter der Dusche reibt man die Bodybutter über die noch feuchte Haut. Ich selbst benutze die Butter nicht für den ganzen Körper, sondern nur für die Stellen, die es brauchen (weil ich weiß, dass sie schnell austrocknen oder weil sie akut sehr trocken sind). Danach soll man sich noch einmal abbrausen. Warum man das tun soll hab ich allerdings noch nicht ganz verstanden. Die Bodybutter schmilzt schön auf der Haut und hinterlässt einen leichten Ölfilm, wenn man dann noch mal mit Wasser nachspült, perlt es einfach ab - wie das halt mit Wasser und Öl so ist.
Bei einigen Beauty-Bloggerinnen habe ich gelesen, dass grade dieser Film sie stört. Ich habe damit kein Problem, da ich es morgens eh gerne ruhig angehen lasse und genug Zeit habe, um die Creme einziehen zu lassen.

Die Bodybutter schmilzt schon ab 17°C. Wenn man sie also einfach in der Dusche liegen lässt, hat man nicht viel von dem Produkt. Für viele Beauty-Bloggerinnen ist auch das ein großes Problem. Mein Lösungsansatz: Ich bewahre den King of Skin im Kühlschrank auf und nehme ihn erst kurz vorm Duschen raus. Da kann nichts einfach so wegschmelzen und ich habe das Gefühl, wenn ich die Butter dann unter der Dusche benutze, dann wird sie sparsamer dosiert.
Nachteil bei der Methode: Ich vergesse ab und zu die Bodybutter aus dem Kühlschrank zu nehmen, so dass ich entweder aufs Eincremen verzichten, oder halb nackt durch die Wohnung rennen muss. Aber auch das ist für mich durchaus vertretbar (mal schauen, ob ich das im Winter auch noch so sehe).


Fazit: Die feste Bodybutter von Lush ist für mich eine gute plastikfreie Alternative zur herkömmlichen Bodylotion in der Plastikflasche. Der King of Skin pflegt trockene Haut sehr gut und die Inhaltsstoffe stimmen. Allerdings schmilzt die Bodybutter relativ schnell und man braucht Zeit zum Einziehen-lassen.
Nachkaufen? Vielleicht mit Hang zum Ja.

Thứ Ba, 6 tháng 9, 2011

Testbericht: Festes Shampoo von Lush

Mittlerweile ist unser Shoppingtrip zu Lush Leipzig fast einen Monat her. Zeit genug, um unsere Ausbeute ausgiebig zu testen. 

Neben vielen anderen spannenden Dingen, landete ein festes Shampoo, ein so genannter Shampoo Bar in unserem Einkaufskorb. Und weil die Suche nach dem perfekten Shampoo sich bei mir mittlerweile ja zu so einer Art Never Ending Story entwickelt hat,darf der Jumping Juniper Shampoo Bar auch den Anfang unserer Produkttests machen (auf dem Bild übrigens das lilafarbene Shampoo-Stück).

Das allerbeste an dem festen Shampoo von Lush ist natürlich, dass man es unverpackt kaufen kann. Zur Aufbewahrung bietet Lush hübsche kleine Metalldosen an, in die die Shampoo Bars (mindestens nach paarmaliger Benutzung) perfekt passen. Kein unnötiger Müll. Kein Plastik. Die Papiertüten, in der man sein Shampoo eventuell transportiert, kann man beim nächsten Einkauf wiederverwenden, worauf Lush auch eindeutig hinweist.

Was mir leider gar nicht gefällt, ist der Hauptbestandteil der Shampoo Bars von Lush: Sodium Lauryl Sulfate. Lush stellt keine zertifizierte Naturkosmetik her, das erklärt wohl, warum so ein umstrittener Inhaltsstoff gleich den größten Teil der festen Shampoos ausmacht. Sodium Lauryl Sulfat gilt als allergieauslösend und hautreizend, in einigen Studien wird sogar angenommen, dass Sodium Lauryl Sulfat zellschädigend sei und sich in Leber, Hirn und Herz ablagert (nachzulesen hier). Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung kennzeichnet Sodium Lauryl Sulfat als gesundheitsschädlich (zum Beispiel hier nachzulesen).
Lush selbst hat natürlich auch eine Meinung zu dem Thema. Zwischendurch scheinen die festen Shampoos mit dem verträglicheren Natrium Coco-Sulfat hergestellt worden zu sein, wegen Lieferschwierigkeiten ist Lush aber wieder zum SLS zurückgekehrt (hier nachzulesen).


Schade eigentlich, denn Jumping Juniper schafft, was ich eigentlich schon aufgegeben hatte: Meine Haare sind nicht mehr so fettig. Mittlerweile wasche ich sie tatsächlich nur noch alle zwei Tage. Ein riesiger Fortschritt.

In der ersten Woche waren Matthias und ich begeistert von der Wirkung des Shampoos. Das feste Shampoo schäumt unerwartet heftig (dank SLS), so dass man bei einem Waschgang relativ wenig Shampoo verbraucht. Die Haare wurden bei uns beiden wunderbar weich und ließen sich gut kämmen.

 In der zweiten Woche kam bei mir dann die Ernüchterung. Meine langen Haare waren strohig wie selten zuvor und ließen sich nur mit Müh und Not durchkämmen. Seltsam, so störrig waren meine sonst eher unkomplizierten Haare noch nicht mal bei der Umstellung auf Natur-Shampoo. Durchhalten, dachte ich mir, vielleicht geht das ja wieder weg.

Ab der dritten Woche haben sich meine Haare langsam wieder erholt. Zwar waren sie nach dem Lufttrocknen (eigentlich die beste Art, Haare zu trocknen) immer noch ziemlich strohig, wenn sie nicht ein, zwei Mal richtig ordentlich durchgekämmt wurden, aber nach dem Föhnen hatten die Haare einen schönen Glanz.

Mittlerweile scheinen sich meine Haare an das neue Shampoo gewöhnt zu haben und sind zu ihrer alten Unkompliziertheit zurückgekehrt (bedeutet leichtes Kämmen, schöner Glanz). Und wie schon erwähnt, muss ich die Haare jetzt nur noch alle zwei Tage waschen. Das hat tatsächlich noch kein anderes Shampoo geschafft.

Fazit: Würde Lush doch bloß auf das umstrittene Sodium Lauryl Sulfat verzichten, dann wären die festen Shampoos eine unglaublich tolle Sache. Vegan und vollkommen ohne Verpackung. Man kann wohl doch nicht alles haben.
Und so geht meine Shampoo-Odyssee weiter auf der Suche nach einem Haarwaschmittel ohne Plastik UND mit guten Inhaltsstoffen.

EDIT: Im Nachgang  hat sich herausgestellt, dass ich auch noch Hautprobleme von dem Shampoo bekommen habe (Hautunreinheiten am Haaransatz und im Gesicht). Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, warum ich plötzlich so schlimme Haut habe, normalerweise bin ich da eher unkompliziert. Seit ich das feste Shampoo von Lush nicht mehr benutze, ist alles wieder im Lot. Also leider noch ein dicker Minuspunkt.

Thứ Hai, 29 tháng 8, 2011

Tupper ohne Plastik

Unglaublich aber wahr, Menschen suchen bei Google nach der Wortkombination "Tupper ohne Plastik". Tupperware als Verkörperung des Plastikwahns, gibt es natürlich nicht plastikfrei. Das heißt aber nicht, dass es keine Alternativen zu den berühmt, berüchtigten Tupperdosen gibt.

Zum Transportieren von (Pausen-) Broten, Obst, etc. bieten sich Dosen und Brotboxen aus Metall an. Da kann man zum Beispiel eine alte Keksdose verschönern. Wer keine Metalldosen zu Hause hat, kann bei amazon (nicht so ganz günstig) welche käuflich erwerben. Auf Flohmärkten oder bei Haushaltsauflösungen findet man mit ein bisschen Glück auch günstigere Varianten von Metalldosen.

Vorgekochtes Essen, Reste und Soßen nehme ich allerdings ungern in Metalldosen mit. Ich hätte Angst, dass irgendwas ausläuft oder das Metall korrodiert. Also brauchte ich noch eine Alternative zu Plastik und zu Metall.
Eigentlich ist es total naheliegend, aber ich brauchte eine Weile, bis ich auf die Idee kam, mein Essen in Gläsern zu transportieren. Einweg- oder Einmachgläser gibt es in verschiedenen Größen. Wenn man Gemüse lieber in Gläsern, als in Konservendosen kauft (und Gläser sind definitv die bessere Alternative), dann hat man sowieso immer welche da. Also heiß auswaschen und nchit in den Glascontainer werfen, sondern aufheben.
Einweggläser sind so irre praktisch, ich frage mich manchmal, warum ich sie früher immer weggeworfen habe. Heute nehme ich sie, um Essen zu transportieren, zum Einfrieren, für selbstgemachte Marmelade und Aufstriche, man kann sie für Windlichter benutzen oder als Blumenvase, ...

Wenn ich arbeiten gehe, nehme ich mir gerne Vorgekochtes oder Übriggebliebenes mit. Das spart Geld und Müll, wenn man nicht täglich chinesisch bestellt oder das nächstgelegene FastFood-Restaurant bemüht.
Schraubgläser und Einmachgläser haben mich bisher auch noch nie enttäuscht. Noch nie ist irgendwas ausgelaufen oder zerbrochen. Eins der stärksten Argumente gegen Glasbehälter ist ja oft die Bruch(un)sicherheit. Da ich weder versuche andere Menschen mit meiner Tasche zu erschlagen, noch gesteigerten Wert darauf lege, meine Habseligkeiten durch die Gegend oder auf Asphalt zu schmeißen, habe ich wenig Angst, dass meine Gläser zerbrechen. Selbst, wenn ich mit dem Fahrrad fahre, bleiben die Gläser ganz, immerhin mache ich keine Stunts oder waghalsigen Sprünge, sondern fahre einfach von A nach B.
Kurzum, erwachsene Personen, ohne Parkour-Allüren, brauchen sich keine Gedanken um die Bruchsicherheit von Einmachgläsern machen. Das hält.

Chủ Nhật, 21 tháng 8, 2011

Alles über Plastik: Link- und Mediensammlung

Es ist vollbracht. Wir haben jetzt eine Art Link- bzw. Mediensammlung zum Thema Plastik und Plastikfreies Leben. Unter der Seite MEDIEN findet ihr nun Reportagen, Blogs und Bücher rund um das Thema... na ihr wisst schon.



Wir haben versucht Beiträge und Seiten zusammen zu tragen, die uns inspirieren und die wir mit Spannung gelesen oder gesehen haben. Denn wir sind natürlich nicht die einzigen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Und die Arbeit anderer kreativer Menschen, soll hier auch einmal gewürdigt werden. Damit geht ein Danke raus an alle, die sich so leidenschaftlich für ein besseres Leben ohne Plastik einsetzen, wir ziehen den Hut und sind froh, so viele Anregungen und Kommentare zu bekommen.



Jetzt wollen wir uns allerdings nicht vormachen, dass wir schon alle spannenden Beiträge zum Thema Plastikfrei Leben gefunden haben. Wir sind immer total froh, wenn wir weitere Anregungen bekommen. Deshalb wäre es wunderbar, wenn ihr uns wissen lasst, ob ihr noch Reportagen, Blogs oder Bücher kennt, die sich mit dem vielbesagten Thema auseinander setzen.



Schreibt uns einfach eine Mail oder einen Kommentar zu diesem Beitrag. Wir sagen schon mal im Voraus Danke.

Thứ Tư, 10 tháng 8, 2011

Kräuterbutter: So verfeinert ihr eure selbst gemachte Butter

Ich habe passend zur Grillsaison meine selbstgemachte Butter zu Kräuterbutter "verfeinert". Hier das Rezept:

Ihr braucht Kräuter nach eurer Wahl (ich habe Basilikum, Oregano, Majoran, Pizzagewürz, Knoblauch und Kräutersalz verwendet) sowie etwas Olivenöl und natürlich Butter.Dosiert habe ich frei Schnauze, das kommt letztendlich auf euren eigenen Geschmack und der Menge der verwendeten Butter an.
Die Kräuter und das Olivenöl verrührt ihr in einer kleinen Schüssel.Den Knoblauch mit einer Knoblauchpresse oder mit einem Messer zerpressen bzw. kleinschneiden und dazugeben.Danach könnt ihr die Kräuter und die Butter mit einem Rührgerät ganz einfach vermischen. Die Butter sollte etwas weich sein, nehmt sie also bevor ihr anfangt aus dem Kühlschrank oder bereitet sie gleich frisch zu. Die Kräuterbutter schmeckt am besten wenn ihr sie für mindestens einen Tag im Kühlschrank "ruhen" lässt.

Ich hatte ja in meinem Post zur selbstgemachten Butter versprochen etwas über "gesäuterte" Butter zu schreiben, wenn ich sie hinbekommen habe. Ich habe zwar probiert die Sahne zu säuern indem ich sie mit Buttermilch vermischt und einen Tag im Kühlschrank stehen gelassen habe, allerdings hat das nicht funktioniert. Die Butter war nach der Zubereitung leicht (wenn überhaupt, vielleicht habe ich mir das einfach nur eingebildet ;) gesäuert.Ich probiere es natürlich weiter, als nächstes wohl mit saurer Sahne. Ich komme nur selten zum Buttermachen, weil sie sich bei uns doch recht lange hält.

Chủ Nhật, 7 tháng 8, 2011

Lush Leipzig: Handgemachte Kosmetik

Endlich konnten wir unser lange geplantes Vorhaben in die Tat umsetzen. Am Wochenende ging es für Matthias und mich nach Leipzig zum lang ersehnten Lush Shopping.

Dass ich mich endlich mit einem festen Haarshampoo ausstatten wollte, habe ich ja (schon des Öfteren) angekündigt. Allerdings gibt es neben den Haarwaschseifen noch einige andere gute Gründe bei Lush zu kaufen. Lush-Produkte sind 100% palmölfrei und vegetarisch, die Kosmetika wurden nicht an Tieren getestet und 70% des Angebots sind unverpackt. Wenn ein Lush-Produkt in Verpackung daherkommt, dann nur in recycleten Materialien. Perfekt für unser Leben ohne Plastik.

Seit ich Lush das erste Mal (online) begegnet bin, ist mir die Marke äußerst sympathisch. Der Verzicht auf unnötige Verpackung, auf Tierversuche und die natürlichen Inhaltsstoffe lassen mein Herz schon höher schlagen, aber dem Unternehmen scheint es um mehr zu gehen. Überall auf den Papiertüten, die den Einkauf begleiten und auf der Homepage stehen tolle Tipps zum Thema Recycling und zum Thema Umweltbewusstsein.

Übrigens kann man Lush Produkte auch über das Internet bestellen. Allerdings war es uns wichtig, bei unserem ersten Mal das sinnliche Erlebnis zu haben. Wir wollten die Produkte fühlen und riechen und Fragen stellen. Eine gute Entscheidung. Das Ladengeschäft in Leipzig ist wirklich wunderbar. Holz und Naturmaterialien zaubern eine wunderbar warme Stimmung und es macht einfach furchtbar viel Spaß, in dem großen Sortiment zu stöbern.
Die Verkäuferinnen im Lush Leipzig waren auch super nett und hilfsbereit. In der Servicewüste Sachsen, ist das durchaus erwähnenswert. Wir hatten den Eindruck, dass die beiden wirklich hinter den Produkten stehen und einfach Spaß hatten.
Man kann übrigens alles im Geschäft auch ausprobieren, deshalb stehen überall große Schüsseln mit Wasser, wie vorne im Bild zu erkennen.

Bei so einer tollen Atmosphäre und der großen Auswahl, wundert es nicht, dass neben der Haarwaschseife auch noch einige andere Dinge in unserem Einkaufskorb landeten. Zwar sind die Produkte bei Lush auf den ersten Blick relativ teuer, aber erste Test lassen uns vermuten, dass die Produkte ziemlich lange durchhalten. Die festen Shampoos, Körperbuttern und Rasiercremes sind nämlich, völlig ungewohnt, darauf ausgelegt, sparsam dosiert zu werden.
Als große Überraschung gab es dann auch noch eine Gesichtsmaske geschenkt. Die steht zwar kurz vor dem Verfallsdatum, aber die nette Verkäuferin hat uns den Tipp gegeben, dass man die Masken auch eine Weile einfrieren kann.


Wir sind jetzt also fleißig am Testen und Ausprobieren und werden natürlich demnächst ausführlich berichten. Versprochen.




Zu den Berichten: 

Testbericht: Festes Shampoo von Lush (über die Jumping Juniper Shampooseife)

Testbericht: Feste Bodybutter von Lush (über den King of Skin)

Testbericht: Plastikfreie Zahnpasta - Toothy Tabs 

(Fast) Plastikfreie Rasiercreme (über Prince Rasiercreme)

Plastikfreies Deo (über Coconut Deo Puder)

Chủ Nhật, 24 tháng 7, 2011

"Danke, ich brauche keine Plastiktüte"

Wenn ich im Büro sitze, esse ich gern zwischendurch ein bisschen Obst oder Gemüse. Mit der Aussicht auf leckere, frische Erdbeeren fallen mir auch monotone Aufgaben leichter. Also mache ich auf dem Weg zur Arbeit oft einen Abstecher zum Obst- und Gemüsehändler um einen Apfel, eine Karotte oder eben schöne, rote Erdbeeren einzukaufen. Die abgepackten Früchte in der Plastikschale kommen mir natürlich nicht in die Tüte. Und genau da sind wir eigentlich schon bem Thema.
Brauche ich für einen einzelnen Apfel wirklich eine Plastiktüte? Egal wie wenig ich kaufe, die ambitionierte Verkäuferin greift jedes Mal sofort zur Plastiktüte. Kaufe ich einmal mehr als einen Apfel, sagen wir einen Apfel und eine Karotte, kommt die gute Dame nicht auf die Idee die beiden in EINE Tüte zu stecken, nein, sie ist so zuvorkommend, mir den Apfel und Die Karotte je in eine eigene Tüte zu stecken.

Als ich das erste Mal sagte:"Danke, ich brauche keine Tüte." Ignorierte mich die Dame an der Kasse geflissentlich. Ich daraufhin: " Danke, aber ich sagte, ich brauche keine Tüte." "Sie wollen keine Tüte? Das kennt man ja gar nicht. Die meisten wollen gleich mehrere." Ich:" Naja, den Apfel kann ich auch einfach so in die Tasche tun, die Tüte macht ja doch bloß Müll."
Mittlerweile kennen mich die Verkäuferinnen am Stand wohl schon. Zwar greifen sie immer noch routiniert zu den Plastiktüten, wenn ich meine Karotte kaufe, aber immerhin reagieren sie jetzt (meistens) gleich nach dem ersten Mal "Danke, ich brauche keine Tüte."

Ähnlich irritiert reagiert man hier (in Chemnitz) übrigens auch, wenn ich beim Bäcker frage, ob ich meine Brötchen auch in der Papiertüte bekommen kann. (Anders als in meiner Heimat in Niedersachsen, ist es hier üblich, Brot und Brötchen in Plastiktüten zu packen). Und es ist nicht so, dass die Bäckereien hier keine Papiertüten hätten. Jedes Mal wenn ich nachfrage, bekomme ich eine Papiertüte. Warum man die nicht gleich benutzt statt dieser unschönen Plastiktüten, hab ich noch nicht herausgefunden.
Ich will gar nicht wissen, mit wie vielen unnötigen, umweltschädlichen Plastiktüten die durchschnittliche Chemntizer Bürgerin in ihrem Leben belastet wird. Wahrscheinlich könnte man die ganze Stadt in Plastik eintüten, wenn nicht noch das Erzgebirge gleich mit.

Die EU denkt aktuell über ein Verbot von Plastiktaschen nach. Weltweit gibt es schon einige Länder, in denen das Verschenken von Plastiktüten verboten ist. Derzeit gibt es von der European Comission eine Umfrage zu dem Thema, an der man als Bürger*in, Öffentliche Person, NGO, Universität oder Wirtschaftsunternehmen teilnehmen kann. Ich habe die Umfrage leider nur in englischer Sprache gefunden. Die Umfrage dauert keine drei Minuten (Nachschlagen im Wörterbuch nicht mitgerechnet) und hilft vielleicht, ein EU-weites Plastiktütenverbot zu erreichen.

Zur Umfrage

Foto via Kate Te Haar